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Das Leben eben Familie Nicht von der Stange

Capsule wardrobe für meine Kinder | So bin ich vorgegangen + meine Lieblingshops

Da sind wir nun also so richtig mitten drin im Herbst. Inklusive bunter Blätter, Sturm und sintflutartiger Regenschauer, die einen bis auf die Unterwäsche durchnässen. Und ich bin mehr als froh, dass ich die Kinder endlich mal (zumindest weitestgehend) rechtzeitig „fertig“ ausgerüstet habe.

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Ich hab Euch ja bereits erzählt, dass ich mich dazu entschieden habe, eine capsule wardrobe für meine Kinder zusammen zu stellen. Mit diesem Post möchte ich dem vielfachen Wunsch gern nachkommen, von meinen Erfahrungen und meinem Vorgehen zu berichten. Ich habe außerdem meine Liste digitalisiert, die ich Euch hier gern als Download zur Verfügung stellen möchte. Und zum Schluss dachte ich mir, ich gehe noch auf ein paar Fragen ein, die immer wieder auftauchten und die ich nur allzu gut kenne und teile ein paar schöne Shops mit Euch.

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Wie viel ist genug?

Ich hatte es ja schon erzählt: zu viel Kleidung war nie unser Problem, es war stattdessen einfach immer zu wenig da. Wie oft stand ich morgens vorm Kleiderschrank meiner Kinder und hatte zwei Shirts, keine Hose, zwei Strickjacken und vielleicht noch ein Sommerkleid zur Auswahl! Vielleicht ist es bei Euch auch so? Oder Euer Kind ist morgens überfordert und Ihr frustriert, weil der Schrank so überquellend voll ist, dass Ihr Euch nicht entscheiden könnt?!

Ich hab mich also erst einmal gefragt: wieviel ist denn eigentlich genug, unsere Wasch- und die Tragegewohnheiten meiner Kinder mit eingerechnet? Das fand ich gar nicht so einfach. Und deswegen habe ich erstmal aufgeschrieben, was wir tatsächlich alles brauchen. Hosen, Shirts, Pullis, Kleider, Röcke und so weiter, und so fort. Ich bin dabei nicht nach den Dingen gegangen, die ich gern an meinen Kindern sehen würde, sondern die sie tatsächlich auch mögen oder tragen können (mein Sohn beispielsweise hasst Knöpfe und alles aus Wolle. Strickjacken, Norweger und Hemden musste ich da also gar nicht aufführen; meine jüngste Tochter wiederum hat so kräftige Beine, dass die meisten Strumpfhosen nicht passen, also war klar: da muss was anderes her – ist eigentlich alles logisch, aber man wundert sich manchmal echt über sich selbst…).

Wichtig war mir auch, tatsächlich alles aufzuführen. Also auch Tücher, Mützen, Hausschuhe, Regenkleidung etc.! Ich wollte wirklich nichts außer acht lassen, um dann am Ende wieder zu überlegen, ob ich eigentlich von diesem oder jenem genug da habe.

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Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

Ich gebe es zu: rein visuell gesehen wäre mir eine Garderobe in einer reduzierten Farbpalette und ohne Muster nicht unrecht. Finden meine Kinder doof. Und ich kann es ja sogar verstehen! Trotzdem sind wir mit einem knallbunten Kleiderschrank die letzten Jahre nicht besonders weit gekommen. Das kann wahnsinnig gut aussehen. Tat es bei uns aber selten, ich kann bunt einfach nicht besonders gut. Und mich hat es so unglaublich genervt, wenn meine Kinder aussahen wie die Papageien und nie irgend etwas auch nur halbwegs zusammen passte. (Wobei ich hier eine Anekdote erzählen könnte, wie wir unsere Zweijährige auf einem Flohmarkt verloren habe und sie nur deswegen so schnell wieder gefunden wurde, weil sie ein sehr buntes, sehr auffälliges Kleidchen anhatte…).

Ich habe mir also überlegt: welche drei Farben tragen meine Kinder jeweils am liebsten? Welche Farben stehen ihnen am besten und was lässt sich auf der Farbskala gut miteinander kombinieren? Weiß und grau bzw. schwarz lass ich dabei außer acht, weil das keine Farben sind und dadurch in der Regel zu allem passen. Dieses System wende ich bei mir selbst übrigens seit letztem Jahr an und es wirkt wahre Wunder!

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Meine Kleiderliste

Nachdem ich diese Fragen  für mich beantwortet hatte, hab ich mir eine Liste gemacht. Ich habe pro Kind drei Hauptfarben und 50 bzw. 40 (bei meinem Sohn) Teile festgelegt – inkl. Schuhe, Jacken etc. Nur Unterwäsche und Strümpfe habe ich nicht mitgezählt. Die 50 habe ich auf alle Felder aufgeteilt, wie es mir am sinnvollsten erschien (meine Mädchen tragen beispielsweise lieber Kleider als Hosen und lieber Strickjacken als Pullis).

>>Die Liste könnt Ihr Euch hier downloaden!<<

Zunächst habe ich geschaut, ob und was aus der Frühlings-/Sommergarderobe weiter tragbar ist. Alles andere kam aus dem Schrank und wurde entweder weggepackt – weil es in der nächsten Saison eh zu klein sein wird – oder in den Korb gelegt, den ich für eben solche Kleidung oder welche, die noch zu groß ist, habe. Und dann habe ich angefangen, meine Liste „abzuarbeiten“. Mittlerweile muss ich sagen, dass 50 Teile fast etwas knapp sind und ich überlege, die Anzahl auf 60 zu erhöhen. Aber das sehe ich nicht allzu streng. Denn es geht ja um ein Grundprinzip, das vor allem eine Hilfe und kein Druck bedeuten soll. Und wie schon gesagt: zu viel ist nicht unser Problem ;-).

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Konsequent sein

Da wir auf nicht wirklich viel zurück greifen konnten, habe ich für diese Saison ziemlich viel Geld ausgegeben, das muss ich schon sagen. Es gibt jedoch ein großes ABER! Zum einen weiß ich, dass – einmal richtig umgesetzt – so eine capsule wardrobe genau das in Zukunft verhindern wird. Denn dann kann ich gezielt Teile austauschen oder ergänzen. Und auch bei Saisonwechsel fange ich nicht ganz von vorn an! Zum anderen habe ich eine Flohmarkt-Facebookgruppe eröffnet und ganz viel der aussortierten Sachen verkauft. So konnte ich tatsächlich fast alle Neuanschaffungen darüber bezahlen. Klar ist das viel Aufwand, aber es hat sich für mich absolut gelohnt. Genauso übrigens, wie sich hochwertige Kleidung bezahlbar macht. Die kann man wirklich gut weiter verkaufen!

Was nicht heißt, dass man eine capsule wardrobe nicht mit Secondhandkleidung oder geerbten Stücken aufbauen kann – im Gegenteil! Auch hier muss man einfach nur ganz gezielt kaufen. Als meine Kinder noch klein waren, hab ich sehr viel auf Basaren oder Flohmärkten gekauft. Ich hab immer nach guten Stücken und zeitlosen Motiven gesucht und so wirklich viel sehr gut abdecken können. Wenn ich so drüber nachdenke, hatte ich das vor ein paar Jahren schon mal ganz gut im Griff! Erst, als ich anfing, selbst zu nähen, hat sich das geändert. Aber für Stoffe gilt natürlich das gleich Prinzip! Nur das, was wirklich passt und was wirklich gebraucht wird, wird auch genäht – egal, wie schön man selbst Stoff oder Schnitt findet und auch egal, wie gern man näht! Das Stichwort heißt Konsequenz.

Aber was ist, wenn…

Was ist, wenn mein Kind die Sachen nicht anzieht?

Dann einigt Euch zusammen mit Eurem Kind. Welche Farben und Muster mag es besonders gern, welche Kleidungsstücke möchte es am liebsten jeden Tag anziehen? Es spricht überhaupt nichts dagegen, ein Kleid zwei- oder dreimal zu kaufen (vielleicht in einer anderen Farbe), wenn es dafür liebend gern getragen wird!

Aber mein Kind mag es am liebsten kunterbunt!

Das Prinzip der capsule wardrobe beruht ja vor allem darauf, dass man mit wenigen, bewusst ausgesuchten Teilen, die im besten Fall alle miteinander kombinierbar sind, einen kompletten Bedarf abdeckt. Nichts spricht dagegen, dass die Sachen bunt sind! Auch wildes Muster mixen geht meiner Meinung nach prima (nur, weil ich das nicht kann, trifft das ja nicht auf andere zu :-p). Ich finde es tatsächlich Quatsch zu denken, dass capsule wardrobe automatisch minimalistisch sein muss. Sie kann und klar, es macht die Sache etwas einfacher. Aber wenn Ihr Spaß an Mustern und Farben hat, klappt das Ganze genauso. Einfach auch hier konsequent sein! Orientiert Euch an ein paar Hauptfarben, sucht Gemeinsamkeiten bei den Mustern – dann klappt das schon!

Es gibt so viele schöne Stoffe und Schnittmuster!

Japp, die gibt es. Man kann aber trotzdem nur eine begrenzte Menge anziehen und tragen! Bei unermüdlicher Nähsucht gibt es ja vielleicht noch Neffen und Nichten oder Freunde, die man mit selbst genähten Kleidungsstücken beglücken kann!

Ich kauf aber so gern Kinderkleidung ein!

Ich auch! Aber die eigene Einstellung zu Konsum ist ja eine grundlegende – und das gilt für Kinderkleidung wie für jeden anderen Lebensbereich. Nur, weil es ein so großes Angebot gibt, muss man es nicht automatisch annehmen. Kaufen ist keine Pflicht, sondern eine freiwillige Entscheidung!

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Meine Lieblingsshops

Zum Schluss verlinke ich Euch mal noch die Shops, in denen ich bestellt habe und wo mich Sortiment, Service und Versand wirklich überzeugt haben; und noch ein paar, die ich einfach so toll finde, auch, wenn ich da bisher noch nichts gekauft habe. Habt Ihr noch Adressen für schöne und – wenn möglich – faire Kinderkleidung? Gerade Jungskleidung fehlt hier noch. Und ja, ich hab alles online eingekauft! Das liegt daran, dass es hier bei uns tatsächlich nichts gibt außer H&M und Co. und genau einen (!) Inhaber geführten Shop für Kinderkleidung. Klar, wir kaufen auch was beim Schweden ein, aber ich möchte es einfach möglichst gering halten.

  • Boden (leider nicht fair, was ich bei den Preisen gar nicht verstehe; aber die Qualität ist wirklich überzeugend!)
  • Lila Lämmchen Shop (für uns sind viele der Sachen leider schon zu klein, ich wünsche mir sehr, dass das Sortiment jenseits von 116 noch erweitert wird!)
  • green stories (hier hab ich vor allem Kleidung von green cotton bestellt – eine Mega Qualität zu einem echt guten Preis!)
  • Hessnatur (leider nur selten und wenig wegen des hohen Preises; aber die sind einfach nur toll!)
  • auch Zalando verkauft mittlerweile einige faire Labels wie beispielsweise little green radicals oder frugi; und unsere Schuhe von bisgaard oder Kavat kaufe ich dort meistens auch
  • für Schuhe finde ich allerdings growing feet auch super, dort habe ich auch schon geordert und die Fußmaßtabelle zum Ausdrucken finde ich einen mega guten Service!
  • von Elkline habe ich über globetrotter auch schon Shirts und eine Jacke gekauft, die Qualität hat mich auch sehr begeistert!
  • auch bei gray label habe ich das erste Mal bestellt und bin restlos begeistert! Die Sachen sind ziemlich minimalistisch, alles ist kombinierbar, fair hergestellt und hat eine extrem gute Qualität! (Und klar: so einfach geschnittene Sweatkleider kann ich auch selbst nähen, aber will ich eben nicht mehr ;-))
  • hier vor Ort gibt es ein finkid-Outlet, wo ich alle Sachen, die wir von dieser Marke haben, gekauft habe

Diese Shops finde ich übrigens auch wunderschön:

  • smalllabel (viele der Labels sind mir leider wirklich zu teuer, aber sie haben so wunderschöne Kleidung in ihrem Shop!)
  • nordkinder hat eine schöne Sammlung an skandinavischen oder scandi-style inspirierten Marken
  • kennt Ihr das Jungs-Label Band of Rascals? Die Sachen sehen richtig super aus, kosten eher kleines Geld und sind alle fair hergestellt! Bisher habe ich dort noch nichts geordert, aber das steht definitiv aus! Denn für meinen Sohn brauche ich dringend noch Hosen und Shirts.
  • ich mag übrigens auch Marken wie Billabong, Quicksilver u.ä. oder eben auch Outdoor-Marken wie Patagonia, Fjällräven oder Jack Wolfskin sehr gern; damit haben wir auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich hoffe sehr, dass ich Euch mit meinen Erfahrungen etwas weiter helfen konnte. Im Grunde ist es ja nicht viel, was ich gemacht habe. Aber manchmal reicht ja schon eine kleine Veränderung für eine große Wirkung aus, nicht wahr? Und Ihr wisst ja: ich freu mich über eine rege Diskussion in den Kommentaren!

Eure Carolin

P.S.: Schaut unbedingt morgen hier rein, da gibt es eine wirklich schöne Verlosung für alle Mädchen-Mamas!


Outfit Alva:

Kleid von Boden*

Shirt und Tuch habe ich selbst genäht

Strumpfhose von noa noa* (ähnlich)

Schuhe Kavat*

Mütze Finkid

Outfit Thea:

Kleid von Boden*

Tuch selbst genäht

Shirt und Mütze von finkid* (Shirt, andere Farbe)

Strumpfhose von noa noa* (ähnlich)

Schuhe von Bisgaard* (ähnlich)

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Das passt dazu...

2 Comments

  • Reply
    Maria
    27. Oktober 2017 at 8:32

    Ich kenne das Problem mit den stämmigen Beinchen bei Strumpfhosen und Leggins. Welche Marken kannst du empfehlen, die da etwas weiter schneiden? LG Maria

    • Reply
      Carolin Schubert
      27. Oktober 2017 at 10:18

      Ich bin da leider auch noch nicht so weit. Ich habe jetzt eine von Alana (die fairtrade-Marke von dm) und eine von Boden. Aber das muss man ausprobieren. Die von Noa Noa geht auch. Ich kaufe meistens welche ohne Fuß, das macht es etwas leichter, weil mehr Spiel da ist.

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