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DIY

Kissenhüllen mit Stickerei

Seit einem Jahr wohnen wir nun schon hier im neuen Haus – verrückt, wie die Zeit verrennt! Manchmal kommt es mir wie eine Ewigkeit vor, nur nicht, wenn ich noch all die unfertigen Ecken sehe! Ich gehöre ja nun leider nicht zu den geduldigsten Menschen auf diesem Planeten und es macht mich wahnsinnig, dass es hier Stellen gibt, bei denen ich seit Monaten immer genau das Gleiche denke: das wird schon noch. Irgendwann.

Aber gut, knappes Budget und so weiter und so fort… Brauchen wir nicht weiter drüber zu reden. Hinzu kommt der penetrante Zwang, alles – oder jedenfalls sehr viel – selber machen zu müssen. Und das dauert eben. Und einfach irgendwas will man sich ja nun auch nicht in die Hütte stellen, nicht wahr? Aber ich schweife ab. Was ich nämlich eigentlich nur sagen wollte: trotz allem kommen wir voran! Und das nicht zu knapp. Wenn man nämlich anfängt, (gekaufte) Kissenhüllen mit Stickerei zu verzieren, dann würde ich sagen, ist der kritischste Punkt überwunden. Red ich mir jedenfalls ein!

theblogbook.eu | Kissenhüllen mit Stickerei

Jawoll, ich habe gestickt. In der DIY-Welt ist der Umgang mit Stickgarn und Nadel ja schon lang wieder ein Trend, den ich mit Begeisterung verfolge. Meine Oma brachte mir das Sticken als Kind bei, damals übte ich mich geduldig im Kreuzstich und schenkte meiner kleinen Schwester zur Geburt ein kleines Kissen. Bestickt mit einem L und kleinen Bildchen drumherum. Später benutzte ich das Garn, was ich von meiner Oma und Mama bekam, um Freundschaftsbänder daraus zu knüpfen. Und noch viel später, genau genommen erst vor ein paar Jahren, habe ich es wieder hervor geholt und angefangen, Kleidung damit zu verzieren. Nicht im Kreuzstich, sondern, in dem ich Bilder aufgestickt habe. Leider fehlte mir für ausführlichere Arbeiten einfach die Zeit. Und dann letztlich doch die Übung. Seit einiger Zeit jedoch bin ich wieder Feuer und Flamme und habe mich mit einem ganz einfachen, aber sehr effektiven Projekt sozusagen „warm gestickt“.

Und wie ich schon bei meinen Insta Stories hörte, gibt es unter Euch auch Stickwütige, die sich gern an ein Projekt trauen würden. Nichts leichter als das! Für diese Kissenhüllen mit Stickerei braucht man nicht viel und kann das Projekt an einem Abend abschließen. Dann mal los, würde ich sagen!

Ihr braucht

  • Garn in Wunschfarbe; (ich benutze grundsätzlich bei allen Handarbeiten immer Qualitätsgarn, man merkt den Unterschied in Haptik und Optik enorm; Coats und Anchor sind beispielsweise gute Anlaufstellen)
  • eine Sticknadel, Schneiderkreide und eine kleine Schere
  • Kissenhüllen (diese sind von Ikea)

Knoten und Stich

Ihr müsst für dieses Projekt genau zwei Dinge können: einen Knoten ans Garnende machen und dann im Vorstich sticken. Beim Vorstich stecht Ihr mit der Nadel einfach immer in gleichmäßigen Abständen ein und wieder aus.

Einen Knoten bekommt man ganz einfach hin: Ihr fädelt den Faden durch das Ör. Als Rechtshändern nehmt Ihr die Nadel in die rechte Hand, die Spitze zeigt nach links. Mit der linken Hand holt Ihr das Fadenende, legt es auf die Nadelmittel und klemmt es mit dem rechten Daumen fest. Dann wickelt Ihr den Faden, drei-, viermal um die Nadel und schiebt das ganze nach recht, den Faden entlang, ans Ende. Tadaaaa: Ihr habt Euren Knoten.

Ein Hinweis noch: ich habe hier mit drei Fäden gestickt. Wenn man es filigraner möchte, nimmt man nur zwei Fäden. Zum Teilen schneide ich mir immer ein Stück vom Strang ab, teile mit den Fingern jeweils drei Fäden ab und nehme das Ende zwischen die Lippen. So kann ich den Faden straff spannen und mit beiden Händen die Teile einfach auseinander ziehen, ohne, dass sich da was verheddert.

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Los geht’s

Zunächst überlegt Ihr Euch ein Motiv. Ich habe mich auf dem einen Kissen für Wellen und auf dem anderen für schlichte Streifen entschieden. Beides habe ich Freihand aufgezeichnet. Wenn Ihr lieber mit Vorlage arbeitet, dann gibt es ein tolles Utensil zur Hilfe! Mit einem Transferstift* kann man Vorlagen auf Stoff übertragen. Ihr nehmt Euch ein Backpapier, zeichnet das Wunschmotiv ab und zeichnet es auf der Rückseite mit dem Bügelstift nach. Mit dieser Seite nach unten bügelt Ihr nun mit Druck und ohne Dampf das Motiv auf und könnt es dann entspannt bearbeiten.

Nun teilt Ihr Euch einen Faden, verknotet das Ende und arbeitet immer schön gleichmäßig an den Linien entlang. Nicht immer muss man am Ende einer Linie absetzen. Manchmal habe ich auch an anderen Linien, die dieselbe Farbe haben sollten, weiter gestickt und nur den fehlenden Bereich angesetzt. Aber das bekommt Ihr schon weg! Das Schöne an so einem einfachen Motiv ist ja, dass man da nicht viel falsch machen kann!

Wenn Ihr mit einer Linie fertig seid, dann denkt an das Vernähen auf der Rückseite! Dabei ziehe ich immer eine Schlinge um eine Fadenrückseite und machen dann ein oder zwei Knoten (so ähnlich wie beim Schnürsenkel binden, nur eben mit einem Faden).

Das Ende Abschneiden. Fertig. Freuen!

Ich hoffe sehr, Euch gefällt diese kleine Anleitung, ich wünsch Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Carolin


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Das passt dazu...

8 Comments

  • Reply
    Lene
    2. März 2017 at 22:17

    Wowiiii! Dein Blog ist wunderschön. Dein Stil geföllt mir sehr und deine Ideen sind klasse. Ich werde jetzt noch einmal ein bisschen weiter in die Vergangenheit hier auf dem Blog reisen. Ganz liebe Grüße!

    • Reply
      Carolin Schubert
      3. März 2017 at 10:58

      Vielen lieben Dank, Lene, und viel Spaß beim Stöbern!

  • Reply
    Renaade
    5. März 2017 at 17:40

    Himmel, sind die Kissen schön – das kommt sofort auf meine Bucketlist!

    Ganz liebe Grüße,
    Renaade

    • Reply
      Carolin Schubert
      6. März 2017 at 11:19

      Tausend Dank meine Liebe! :-*

  • Reply
    Nic {luzia pimpinella}
    6. März 2017 at 13:36

    Die sid ja wunderschön, Carolin. So minimalistisch und pur…. I LIKE! <3

    Eie schöne Woche für dich!
    Nic

    • Reply
      Carolin Schubert
      6. März 2017 at 13:50

      Ui, vielen lieben Dank!! Das wünsch ich Dir auch! <3

  • Reply
    Nic
    12. März 2017 at 20:43

    Die Kissen sind wunderwunderschön!
    Die kommen auf meine Willichunbedingtauchmachen-Liste.

    Danke für die tolle Idee und Anleitung.

    • Reply
      Carolin Schubert
      29. März 2017 at 12:37

      Das freut mich wirklich sehr, vielen Dank!

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