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Meerweh

Im Winter im Wattenmeer

Wenn Ihr mal eine (kurze) Auszeit vom Alltag braucht und gerade im Winter das Gefühl habt, dass die Wände immer näher rücken und Euch die Decke auf den Kopf fällt (ich sag nur Winterdepressionen…), dann empfehle ich Euch dringend einen Ausflug ins Watt. Klar, nicht jeder wohnt direkt an der Nordsee, aber selbst mit einer gewissen Fahrtzeit rechnet sich der Aufwand gegen die absolute Erholung, die man dafür bekommt, auf jeden Fall!

theblogbook.eu | Wattenmeer im Winter

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Ich behaupte ja grundsätzlich, dass man am Wasser besser denken kann. Dasselbe gilt jedoch auch für dessen Abwesenheit, zumindest dann, wenn man sich am oder im Wattenmeer befindet. Cuxhaven hat vielleicht nicht so einen „fancy“ Ruf wie Sylt oder SPO und ist für Paare älteren Semesters mir gleichem Leihrad und gleicher Windjacke bekannt. Ja, die gibt es hier, aber meistens nur in den Hochzeiten (und auch dann ist es wirklich aushaltbar!). Im Winter ist man hier ziemlich für sich und je nach Strandgebiet hat man den Wind, die Kälte und einen sanft gewellten Meeresboden ganz für sich allein. Wenn es dann noch ein paar Tage kalt war und man etwas Glück hat, gesellen sich Eisschollen hinzu, die entweder direkt am Watt gefrieren oder durch die Flut angetrieben werden.

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Im Winter am Watt zu sein und zwischen den Eisschollen zu wandern, hat etwas abenteuerlich beruhigendes. Ja, genau, es ist paradox! Das Wattenmeer hat vor allem im Winter etwas Beruhigendes an sich, das schwer in Worte zu fassen ist. Es fühlt sich nach inne halten, zu sich kommen, sehr konzentriert an. Gleichzeitig ist die Witterung trotz allem rau und kalt (die gefühlte Temperatur liegt meist um einiges unter der realen) und unsere Kinder fühlten sich neulich wie kleine Polarforscher.

theblogbook.eu | Wattenmeer im Winter

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Wenn die Sonne irgendwann hinter dem Meeresrand verschwindet und vorher alles in magisches, bonbonfarbenes Licht getaucht hat, ist man mit sich und der Welt im Reinen und perfekt für das nächste Alltagsabenteuer gerüstet, glaubt mir!

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Na, habt Ihr Lust bekommen? Das denk ich mir! Aber: Mütze, Handschuhe und eine Thermoskanne mit warmem Tee oder Punsch nicht vergessen!

Eure Carolin

Das passt dazu...

10 Comments

  • Reply
    Annette
    15. Februar 2017 at 20:25

    Liebe Caroline,
    was hab ich mit Freude deinen Bericht und deine Liebeserklärung ans Wattenmeer gelesen. Auch liebe das Meer und kann dort tatsächlich den Kopf viel besser frei kriegen. Leider haben wir einen mehrstündigen Anfahrtsweg zur Nordsee und alleine bin ich auch mal eben für zwei Tage hochgefahren, mit Kinder ist das nicht mehr ganz so praktisch. Umsomehr hab ich eine Fotos genossen und mich ein bisschen mitgenommen gefühlt. Dank dir!
    (Ich muss gestehen, dass ich direkt mal in deinem Impressum schauen musste wie weit ihrs zum Meer hab und ich muss sagen, dass ich schon ein bisschen neidisch bin ;-). Ich mag Cuxhaven und würe es sofort gegen den Ruhrpott tauschen 😉
    Liebe Grüße
    Annette

    • Reply
      Carolin Schubert
      16. Februar 2017 at 10:31

      Also, ich würde auch den Ruhrpott jederzeit gegen das Meer tauschen, haha :-p. Nein, im Ernst, wir sind überglücklich, dass wir nun hier wohnen!! Aber vielleicht klappt es als Familie mal in den Ferien, gerade Cuxhaven ist wirklich super mit Kindern, finde ich!

  • Reply
    Christine Kraus
    15. Februar 2017 at 21:09

    Liebe Caroline, sehr ansprechend dein Bericht übers Meer. Ich habe gerade auch deine Instr. Story gekuckt und so richtig Lust gekriegt….Leider ist die Anreise aus Bayern etwas weit, vor allem zu Schulzeiten. Ein Kurzbesuch ist da leider nicht drin. Aber ich wäre schon froh, wenn es dieses Jahr überhaupt mal wieder klappt. Bis dahin muss ich halt mit deinen Berichten zufrieden sein. Liebe Grüße von Christine

    • Reply
      Carolin Schubert
      16. Februar 2017 at 10:28

      Liebe Christine,

      das stimmt, von Bayern ist es wohl für ein Wochenende zu weit. Aber vielleicht schafft Ihr es ja mal in den Ferien, bis dahin stille ich das Meerweh gern weiterhin mit Fotos und Berichten :-).

  • Reply
    Nic {luzia pimpinella}
    16. Februar 2017 at 17:09

    „Das Wattenmeer hat vor allem im Winter etwas Beruhigendes an sich, das schwer in Worte zu fassen ist.“

    Ich fühle das ja schon bei deinen Bildern! 😉 Wunderschön.

    Liebste Grüße
    Nic

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. Februar 2017 at 12:14

      Das freut mich!! Und dieses Jahr klappt es mal, ne? <3 <3

  • Reply
    Shirley | live4happiness2day
    1. März 2017 at 21:58

    Oh ja, am Meer kann man wirklich besser denken. Und die Nordsee muss man lieben, so schroff-schön, voller Bewegung. Vielen Dank für die inspirierenden Bilder.

    • Reply
      Carolin Schubert
      1. März 2017 at 22:15

      Schroff-schön, ja, das trifft es ganz gut! Vielen Dank für Deinen Kommentar!

  • Reply
    Iris
    1. März 2017 at 23:16

    Hallo Carolin,
    Bin noch recht neu in deinem Blog, gefällt mir aber sehr gut und habe mich besonders über die Nordsee gefreut. Wir waren grade letzte Woche auf Sylt (übrigens das erste Mal überhaupt an der deutschen Nordseeküste; darf man gar nicht zugeben) und es war einfach herrlich. Wir kommen bestimmt wieder, nur die zehn Stunden Fahrt aus dem Ländle waren nicht so doll. Aber Watt mutt, satt mutt.
    Liebe Grüße und bitte weiter so.

    • Reply
      Carolin Schubert
      2. März 2017 at 13:09

      Hallo Iris, dann sag ich mal: herzlich Willkommen! Wir sind früher tatsächlich auch immer an die Ostsee gefahren (wobei das natürlich Grenzgründe hatte), aber die Nordsee mag ich sehr mit ihrer rauen Art, dem Watt und allem. Auf Sylt war ich bisher einmal, das hat mir auch sehr gut gefallen! Vielleicht verschlägt es Euch ja auch mal hierher, es lohnt sich auf alle Fälle ;-).

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