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Der aktive Adventskalender – ein Weihnachtsdorf für mehr Familienleben

theblogbook.eu | Der aktive Adventskalender - ein Weihnachtsdorf

Jedes Jahr immer wieder dieselbe Frage: welcher Adventskalender soll es dieses Mal sein? Und vor allem – was soll hinein? Unsere Kinder warten natürlich immer gespannt darauf, was wir uns wohl ausgedacht haben (und sind natürlich in keinster Weise um eigene Ideen verlegen). Einen immer wieder kehrenden Kalender wollten wir übrigens nie – obwohl ich die Idee wirklich schön finde – gibt es aber doch so viele tolle Ideen, die ich sonst nicht umsetzen könnte ;-). Mein Mann und ich wiederum hatten schon sehr, sehr lang gar keinen eigenen Adventskalender mehr. Irgendwie auch schade! Aber für so viele Geschenke fehlte uns immer das Geld (und auch die Zeit) und nur Schokolade wollten wir jetzt auch nicht essen. Fertige Kalender, die es durchaus auch für Erwachsene gibt, waren auch nicht nach unserem Geschmack (oder Budget), also schlich sich mehr und mehr das „Hauptsache, die Kinder freuen sich“ ein, was wir uns, bevor wir Eltern waren, niemals nie hätten vorstellen konnten! Dabei hatte ich eigentlich immer eine Idee im Hinterkopf, die dieses Dilemma gelöst hätte. Die Kinder hätten sich gefreut, wir hätten uns gefreut – alles wären fröhlich gewesen!

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Dieses Jahr nun habe ich es endlich geschafft, wenn auch auf die letzte Minute, da muss ich ehrlich bleiben (diejenigen, die mir auf Instagram folgen, haben es ja schon mitbekommen)! Ich habe einen Adventskalender zusammengestellt, der 24 gemeinsame Aktivitäten enthält! In meiner „Da ist alles Mögliche drin, was man irgendwann nochmal zum Basteln braucht“-Kiste befand sich seit ungefähr drei Jahren ein Adventskalenderset mit 24 kleinen, weißen Schachteln. Dieses hatte ich mal im Sale gekauft, irgendwann braucht man das schließlich mal, ne? Eben! Diese Schachteln habe ich nun also alle zusammen gefaltet, mir einen schwarzen Stift geschnappt und ein Weihnachtsdorf daraus entstehen lassen. Jedes Haus enthält einen kleinen Brief, auf dem die Aktion für den jeweiligen Tag aufgeschrieben steht. Manchmal gibt es auch ein kleines Extra (Ihr wisst schon  – „Hauptsache, die Kinder freuen sich“): etwas Schoki, einen Badezusatz, Tattoos, Seifenblasen, sowas in der Art.

Die Herausforderung bestand für mich gar nicht so sehr darin, mir 24 verschiedene Dinge auszudenken. An Ideen mangelt es mir wirklich selten und je nach Alter der Kinder, eigenen Vorlieben, den Vorlieben der Familie kommt da ja durchaus eine ansehnliche Ansammlung zusammen. Viel schwieriger war zum einen, alles so zu planen, dass man es tatsächlich auch in den Terminkalender bekommt (ist ja schon doof, wenn im Adventskalender steht, dass man auf den Weihnachtsmarkt fährt und an dem Tag eigentlich keine Zeit hat, ne?) und dann zum anderen auch dort behält. Dass ich gern etwas mit meinen Kindern oder generell als Familie unternehme, steht völlig außer Frage. Aber jeden Tag etwas vorzuhaben, einen ganzen Monat „mal eben“ durchzuplanen? Puh, das ist schon eine Herausforderung – und das nicht nur, weil ich gern mal spontan bin oder genauso gern einfach mal nichts vorhaben mag.  Aber ich will mich ihr stellen, hab ich mir vorgenommen (und der Mann natürlich auch!). Weil ich überzeugt davon bin, dass uns das eine sehr wertvolle Zeit bescheren wird.

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Schon lang merken wir, dass wir unsere Zeit nicht so gemeinsam verbringen, wie wir es getan haben, als die Kinder noch sehr klein waren. Immer ist irgendetwas zu tun, zu erledigen, zu arbeiten… Ihr kennt das bestimmt! Und statt sich in der Vorweihnachtszeit auf das Ende des Jahres einzustimmen, hetzt man eigentlich nur noch mehr. Deswegen also für uns auch dieser aktive Adventskalender. Wir wollten gern den wahren Geist der Weihnacht lebendig halten, jeden Tag. Darum enthalten die Aktivitäten nicht nur Dinge, die sich auf uns direkt beziehen, sondern sie sollen auch unseren Blick auf unsere Umwelt, unsere Mitmenschen lenken. Zum Beispiel laden wir eine Familie, der es gut tun könnte, zum Essen ein, spenden einer anderen Familie ein Weihnachtsgeschenk, veranstalten für die Tiere im Wald ein „Picknick“…

Vielleicht fragt Ihr Euch, wie die Kinder reagiert haben. Alva hat nichts gesagt und es hin genommen (sie verarbeitet sowas allerdings auch in sich und lässt es erst später andere sehen), Thea meinte, sie hätte sich schon was anderes vorgestellt und Jona fand es gut. Seine Antwort war: cool, wenn wir heute Pizza essen und alte Donal Duck-Filme schauen ist das eigentlich so, wie wenn man das im Kalender als Geschenk bekommen hätte. Ich war schon aufgeregt, denn ich weiß natürlich, dass so ein Lego- oder Playmo-Kalender ziemlich cool ist. Aber die Reaktionen haben mir gezeigt, dass die Kinder sich damit auseinandersetzen (und wie gesagt, kleine Geschenke gibt es zwischendrin ja trotzdem mal) und das finde ich großartig!

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Wenn Ihr mal schauen wollt, was in unseren Häuschen so alles drin ist: die Liste gibt es als pdf und auch als Blanko-Vorlage, wenn Ihr Euch nächstes Jahr vielleicht auch so einen aktiven Adventskalender basteln wollt. Bei babyccinokids habe ich übrigens auch so einen Kalender gefunden. Dieser wird in hübschen Umschlägen präsentiert und man kann dort ebenfalls eine Liste mit Aktivitäten, sowie eine ebenfalls sehr hübsche Blanko-Vorlage herunterladen!

Ich bin sehr gespannt, was Ihr zu der Idee sagt oder ob Ihr am Ende sogar schon selbst Erfahrung damit habt? So oder so: ich wünsche Euch eine wunderbare, erfüllte und friedliche Adventszeit!

Carolin

Das passt dazu...

10 Comments

  • Reply
    Theresia
    1. Dezember 2016 at 12:31

    Eine großartige Idee. Wir haben mittlerweile auch 3 Kinder und tatsächlich stellt sich in jedem Jahr die Frage nach einer individuellen, die Kinder erfreuenden Lösung… Deinen aktiven Adventskalender merke ich mir für das nächste Jahr vor. Mal schauen, was der Mann dazu sagt 😉

    • Reply
      Carolin Schubert
      1. Dezember 2016 at 15:57

      Ja, das kann wirklich Stress ausarten, ich kenne das! Dann bin ich ja mal gespannt, wie es bei Euch ausgeht ;-).

  • Reply
    Sarah
    1. Dezember 2016 at 12:56

    Liebe Carolin.

    Das ist ein ganz wundervoller Kalender. Vor allem die Übernachtung im Wohnzimmer mit Film und Popcorn hätte meinen Mädels sehr gut gefallen. Bei uns ist es ein „normaler“ Kalender geworden (mit bunt gemischten kleinen Geschenken). Über Gutscheine habe ich auch nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Trotz allem versuche ich ganz viele Erinnerungen für meine Mädchen zu schaffen: mit backen, Märchenfilmen, basteln und Weihnachtsmarktbesuchen- je nach Stimmung des kleinen Bruders (4 Monate).

    Dir und deiner Familie eine wunderschöne Adventszeit, alles Liebe Sarah

    • Reply
      Carolin Schubert
      1. Dezember 2016 at 15:58

      Das klingt ganz wunderbar und ich bin mir sicher, Deine Kinder werden sich an die liebevollen kleinen Geschenke genauso gern erinnern wie an all das, was Ihr gemeinsam unternommen habt!

  • Reply
    Janina
    1. Dezember 2016 at 14:29

    Ich finde deinen Familienadventskalender mega toll! Auch sehr schöne Sachen hast du dir da ausgedacht! Zeit miteinander zu verbringen und diese sich auch dafür zu nehmen, ist viel viel wertvoller als ein materielles Geschenk! Muss ich mir unbedingt merken!

    • Reply
      Carolin Schubert
      1. Dezember 2016 at 15:59

      Ich möchte es gar nicht unbedingt werten, ich bekomme auch wirklich gern was geschenkt :-D. Aber Weihnachten ist eben einfach mehr, als einfach nur lange Einkaufslisten zu schreiben, so der Gedanke… Ich freu mich, dass es Dich inspiriert!

  • Reply
    Sandra
    7. Dezember 2016 at 9:54

    Hallo Carolin,

    ich finde Euren Kalender einfach spitze!! Allerdings finde ich es mit zunehmendem Alter schwierig, so einen Kalender umzusetzen, vor allem wegen der Schule und Turnvereinterminen am Nachmittag.
    Unser Sohn (10J) bekommt jedes Jahr den großen Tannenbaum- Adventskalender aus Holz, den sein Vater schon in seiner Kindheit hatte, mit individuell gefüllten Säckchen- einige Jahre haben wir ein Lego- Geschenk auf die Säckchen verteilt und die Freude war immer sehr groß. Im letzten Jahr bekam er Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen abwechselnd mit kleinen Süßigkeiten, wie bspw. ein gemeinsamer DVD- Abend mit Knabberzeug, Kino- Besuche, Wildparkbesuche, gemeinsame MTB- touren, Auswärts- Frühstücken gehen, etc. Und in diesem Jahr haben wir diese Stück für Stück eingelöst.

    LG,
    Sandra

    • Reply
      Carolin Schubert
      7. Dezember 2016 at 18:12

      Genau das ist aber mein Punkt: es ist ganz individuell von jeder einzelnen Familie abhängig. Wir merken auch, dass es schon zeitaufwendig ist, aber in unserer Situation war es gerade das richtige. Ich glaube, nächstes Jahr werden wir es vielleicht auch eher mischen. Dafür kann man dann, wenn sie um einiges größer sind andere Dinge unternehmen (Deine Beispiele finde ich ja wirklich klasse!). Ich finde, das Wichtigste ist, gemeinsame Zeit miteinander verbringen. Wie genau das aussieht und mit welchem Aufwand, das entscheidet dann jeder für sich!

      Vielen Dank für Deinen Kommentar!

  • Reply
    HAMMAmama
    16. November 2017 at 19:25

    Wow, Carolin, eine tolle Idee! Ich habe deinen Kalender erst die Tage entdeckt, aber er ist direkt mal einer meiner Lieblings-Kalender geworden: https://hammamama.blog/2017/11/16/einmal-moehrenkuchen-bitte-aber-einfach-und-saftig-rezept-fuer-karotten-kardamom-kuchen/

    Ich finde die Aufmachung mit den kleinen Häuschen superhübsch und die Idee, sich gemeinsame Zeit zu schenken sehr schön. I’m in love 😉

    Barbara

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. November 2017 at 11:49

      Vielen lieben Dank für Deine Worte auf Deinem Blog, freut mich wirklich sehr, dass ich Dich inspirieren konnte!

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