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Montagslektüre

Montagslektüre im November

Ihr erinnert Euch an meine To Do-Liste für diesen Herbst, die ich letzte Woche veröffentlich hatte? Dort stand, dass ich definitiv viel lesen möchte und ich aus diesem Grund eine neue Aktion geplant habe. Hier ist sie nun: die Montagslektüre.

Es ist so: seit ich denken kann, lese ich. Ich habe immer und überall gelesen, meistens mehrere Bücher gleichzeitig. Dabei habe ich zugegebenermaßen keinen besonders ausgefallenen oder intellektuellen Lesegeschmack, etwas, was ich als Germanistik-Student stets gut verbergen musste ;-). Ich lese gern lustige Bücher, Liebesromane, mal einen guten Krimi oder etwas feinsinnigere Literatur, bin aber grundsätzlich offen. Bevor wir Kinder hatten (und auch noch, als sie sehr klein waren und es keine festen Essenzeiten mit uns gemeinsam gab) habe ich immer bei den Mahlzeiten gelesen, auf der Toilette, abends und morgens im Bett und wenn ich mich gar nicht losreißen konnte, dann auch tagsüber auf dem Sofa, die Uhr im Blick. Dann habe ich mir selbst immer ein Zeitlimit gesetzt: noch eine halbe Stunde, noch 15 Minuten – sowas in der Art. Meistens habe ich mich nicht dran gehalten…

Seit ein paar Jahren ist das alles mehr und mehr zum Erliegen gekommen. Die Kinder vorzuschieben, wäre zu einfach. Denn daran lag es nicht allein. Hinzu kamen auf einmal andere Hobbys, mein Blog und das damit verbundene Nähen und tatsächlich der Umstand, dass ich meist kein Geld für Bücher hatte (und obwohl wir Stammgast in der Bücherei waren, habe ich mir selten etwas zu lesen ausgeliehen…). Wie dem auch sei: das muss sich alles wieder ändern.  Dass Lesen uns selbst so viel Gutes tut, ist kein Geheimnis. Es unterhält, es bildet, es formt und erweitert unsere Sprache, inspiriert und hilft uns, Emotionen zu bilden, zu verstehen und zu verarbeiten. Die Montagslektüre ist sozusagen pädagogisch wertvoll ;-).

Immer zu Beginn eines neuen Monats – montags, versteht sich – wird es einen Montagslektüre-Post geben. Dort stelle ich Euch (in der Regel) drei Bücher vor, die ich lesen will, teile aber auch Artikel, Blogposts etc., die mir im Monat davor über den Weg gelaufen sind und die ich für lesenswert erachte. Die Bücher, die ich gelesen habe, bekommen dann im darauf folgenden Post natürlich auch eine kurze Bewertung: Leseempfehlung, Kritik, sowas in der Art. Wenn Ihr Lust habt mitzumachen, freue ich mich total. Ihr könnt immer in den Kommentaren zum jeweiligen Post die Bücher, die ich vorstelle, kommentieren, Eure eigene Montagslektüre vorstellen, Ideen posten oder auch eigene Blogposts zum Thema teilen.

Da dies ja nun das erste Mal ist, habe ich jetzt keine Empfehlungen von Texten für Euch, die mir irgendwann über den Weg gelaufen sind, sondern stelle Euch direkt meine drei Bücher vor, die ich mir also für November vorgenommen habe.

Syrien verstehen: Geschichte, Gesellschaft und Religion von Gerhard Schweizer*

Ich gebe zu: Sachbücher lese ich eigentlich nicht so gern. Mich interessieren zwar in der Regel die Themen, aber weil ich dann immer das Gefühl habe, massenweise Notizen machen zu müssen (da kann der Wissenschaftler in mir einfach nicht anders), lasse ich es meist. Aber man darf ja auch mal über sich herauswachsen, ne? Über dieses Buch bin ich eigentlich eher zufällig gestolpert und da ich der Meinung bin, dass in diesen Zeiten mehr denn je fundiertes Hintergrundwissen gefragt ist, habe ich es bei meiner letzten Bestellung einfach mit in den Warenkorb gepackt. Ich bin wirklich sehr gespannt darauf!

Twentieth-Century Design von Jonathan M. Woodham*

Eine Doktorarbeit zu schreiben bedingt natürlich tonnenweise Texte in Buch- oder Kopieform. Meine Doktorarbeit habe ich zwar irgendwann beseite legen müssen, die Literatur ist jedoch immer mit umgezogen. Davon konnte und kann ich mich nach wie vor nicht trennen. Zu sehr hängt mein Herz am Thema, bei dem ich die Rezeption skandinavischen Designs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht hätte. Also habe ich beschlossen, mich auch ohne Doktorarbeit (die ich theoretisch immer noch schreiben könnte) durch meine Bücher zu lesen!

Wenn du mich siehst von Nicholas Sparks*

Bei all der Informationsflut brauche ich natürlich unbedingt noch was zur Unterhaltung! Das Buch hat mir mein Mann zum Geburtstag geschenkt und bisher habe ich nicht eine Seite davon gelesen! (Mein Geburtstag war im Juni, räusper…) Ich mag die Bücher von Sparks, noch mehr die Verfilmungen und am meisten beeindruckt mich sein Erfolg als Autor.

Also dann: fröhliches Lesen allerseits,

Eure Carolin

P.S.: Falls sich irgendwer wundert: manchmal beginnt bei mir der Lektüremonat auch mal ein paar Tage vor dem 01. – da hat man mehr Zeit zum lesen ;-). Ihr habt ja schon gemerkt, dass ich es mit den Zeitlimits nicht ganz so genau nehme…

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Das passt dazu...

2 Comments

  • Reply
    Tobia | craftaliciousme
    4. November 2016 at 7:49

    Hey Carolin,
    Lesen ist was Tolles, oder? Mit dem Buch vor der Nase durch die Welt laufen…. 2016 kristallisiert sich zu meinem Lehrjahr heraus. Ich habe schon lange nicht mehr soviel gelesen. Letztens hatte ich auch einen Sparks in der Hand war aber ehrlich enttäuscht. Ich weiß nicht ob es noch einmal versuche. Ich warte einfach mal dein Feedback ab und dann schaue ich mal.
    Hab ein schönes Wochenende
    Tobia

    • Reply
      Carolin Schubert
      4. November 2016 at 11:00

      Oh ja, Lesen ist was Tolles, wie Recht Du hast! Eine Welt ohne Bücher finde ich auch um einiges leerer.
      Ich werde berichten! Ich muss gestehen, dass ich alle englischsprachigen Bücher bisher auf Deutsch gelesen habe – etwas, was ich langfristig auch ändern will. Vielleicht ist dann das ein oder andere Buch auch besser, was unter einer Übersetzung gelitten hat. Sparks ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, das versteh ich… Wir werden sehen, wie dieses Buch ist ;-).

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