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DIY

Geschenke verpacken mit Furoshiki | Nähanleitung für eine Beuteltasche

Seit gestern sind Adventskalender ja auf jedem Medium – offline wie online – in vollem Gange. Für mich ist das immer der Startschuss, dass ich mich dringend mit der Frage der Weihnachtsgeschenke beschäftigen sollte. Lange Zeit hatte ich immer Stress und das Empfinden, dass ich doch viel zu spät dran bin mit allem und bereits im August hätte alles zusammen haben müssen an Geschenken, Band, Papier und Anhängern. Seit die Püppi am 30.November das Licht der Welt erblickte, bin ich, zumindest was das angeht, wesentlich entspannter (rede ich mir jedenfalls ein). Denn dann kann ich mich aus organisatorischen Gründen ja gar nicht früher damit beschäftigen – schlau, was?

Jedenfalls: zu einem schönen Geschenk gehört ja für mich auch immer das Drumherum dazu. Ich mag es total, etwas – und sei es noch so schlicht und klein – so zu verpacken, dass man sich fast ein wenig davor scheut, alles abzureißen und in den Müll zu schmeißen. Bei kleineren Kindern ist das natürlich ein etwas vergeblicher Anspruch, die reißen das liebevoll rumgeklebte Papier einfach runter – und jedes Mal denke ich, dass wir nicht Schubert, sondern Familie Hoppenstedt heißen… Aber um Kindergeschenke soll es heute nicht gehen.

Ich habe mir im Rahmen des Bernina-Adventskalenders, welcher unter dem Thema Verpackung steht, überlegt, wie man ein Geschenk so verpacken kann, dass man am Ende nicht ein Fitzelchen „Überrest“ geschweige denn Müll zum wegwerfen hat. Dabei bin ich auf die japanische Technik des Furoshiki gestoßen. Bei dieser traditionellen Einwickeltechnik benutzt man quadratische Tücher, die immer wieder verwendet und gleichzeitig noch einem weiteren Sinn zugeführt werden können. Klickt Euch einfach rüber zu meinem Beitrag auf dem Bernina-Blog, dort habe ich noch ein bisschen mehr erklärt.

Ich wollte dem Ganzen aber noch eine dicke Note des Selbermachens anverleiben und gleichzeitig ein Geschenk am Ende in den Händen halten, bei dem Inhalt UND Verpackung verarbeitet sind. Die Idee war ein Nähset – Nähen ist ja nach wie vor eines der beliebtesten Hobbys und es gibt sicherlich eine Freundin, Tante, Schwester oder Schwägerin, die sich gerade die erste Nähmaschine gekauft oder den ersten Nähkurs gebucht hat. Und genau um diese Leute zu beschenken, habe ich heute eine Idee für Euch dabei: eine Henkeltasche, die gerade für Nähanfänger gut geeignet ist, nicht allzu viel Material verbraucht, super aussieht und bei der am Ende alles – vom Inhalt bis zur Verpackung – verwendet wurde.

Ihr braucht dafür folgende Zutaten:

  • 2x Stoff (Außenstoff und Futter), jeweils in den Maßen 50x35cm; einer der Stoffe sollte im Bruch zugeschnitten bleiben, damit er groß genug als Verpackung ist. Ich habe mich für das Futter entschieden, so bleibt das Geschenk erst einmal neutral und die Spannung noch ein bisschen erhalten 😉
  • 2m Gurtband, welches man bereits in 1m-Stücken in das Paket legen kann
  • Deko nach Belieben – hier waren es Juteband und Holzkugeln, die zunächst das Geschenk und anschließend die fertige Tasche verziert haben
  • die Nähanleitung; ich habe Euch eine gezeichnet, die Ihr ausdrucken und beilegen könnt (zum Download bitte auf das Bild klicken); natürlich könnt Ihr auch einfach selbst eine gestalten!

Nun packt Ihr alles zusammen, was IN das Geschenk kommen soll (um das Einpacken einfacher zu gestalten, kann man natürlich eine Schachtel benutzen – hat eben nur am Ende doch ein wenig Verpackung übrig ;-)) und schlag es in einen der Stoffe ein. Auf der Seite des japanischen Umweltministeriums findet man übrigens eine gute Übersicht über die gängigsten Wickelarten. Normalerweise nimmt man, wie gesagt, quadratische Tücher. Wegen des Schnittes habe ich trotzdem ein rechteckiges benutzt und einfach alles ein bisschen „festgezuppelt“.

Natürlich kann man auch jedes andere, beliebige Nähset zusammenstellen, genauso, wie man bei der Wahl der Stoffe selbst noch einmal richtig kreativ werden kann, in dem man sie bestickt, bedruckt oder eine Applikation anbringt. Der Fantasie sind da – wie immer – keine Grenzen gesetzt. Den Stoff für diese Tasche bekommt Ihr hier, bei Mira.

Jetzt bin ich gespannt, was Ihr sagt. Übrigens: noch mehr weihnachtliche Ideen zum selber gestalten findet Ihr in meinen Tutorials: einen Weihnachtsbaum zum selber nähen und behängen, Geschenkanhänger oder Karten für die Weihnachts- und Adventszeit – schaut Euch doch mal um!

Viel Spaß beim Wickeln wünsch ich Euch,

Carolin

Das passt dazu...

2 Comments

  • Reply
    mariechen
    2. Dezember 2015 at 8:11

    Oh wie schön! die tasche gefällt mir total gut 🙂
    Danke für die schöne Anleitung! Dir möchte ich unbedingt bald nähen!
    Liebe Grüße vom Mariechen

  • Reply
    mira
    2. Dezember 2015 at 11:42

    Wunderschön! Und so schöne Bilder!

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