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Das Leben eben

5 Tipps für schöne Profilfotos

Vor ein paar Wochen schrieb Ricarda von 23qm Stil darüber, warum professionelle Bilder für einen Blog so wichtig sind. Ich habe den Post damals mit großem Interesse gelesen, denn zu diesem Thema habe ich mir seit einer Weile auch so meine Gedanken gemacht. Und da am Wochenende große Blogst-Konferenz ist (zu der ich leider nicht fahren kann – mimimimimi), dachte ich mir, ein Blogger-Thema ist mal wieder dringend an der Zeit.

Was Fotos auf Blogs angeht, so gibt es ja ganz eigene und auch sehr unterschiedliche Auffassungen zum Thema. Über das Zeigen von Kindern auf dem Blog hatte ich ja hier schonmal ausführlich geschrieben. Heute geht es aber uns selbst – die Blogger. Wie sieht es da eigentlich aus?

Zunächst einmal würde ich behaupten, dass der Auftritt eines Blogs – sein Äußeres, die Aufmachung der einzelnen Posts und auch die Fotos – ganz stark vom Thema und natürlich von der dahinter stehenden Person abhängen. Von einem Interior-Blog erwarte ich grundsätzlich schon mal etwas anderes als von einem Nähblog; nicht nur von den Inhalten – das liegt ja auf der Hand – sondern auch von seinem Erscheinungsbild. Aber für beides gilt: ich schau mir lieber was Schönes an als etwas, dass nicht schön ist. Ist jetzt nicht wirklich eine Überraschung, ich weiß.

Was ich nicht erwarte ist, dass jeder professionell eine Kamera bedienen kann. Auch das ist, hoffentlich!, keine Überraschung. Fotografieren ist, wie jede andere kreative Tätigkeit auch, nicht ausschließlich eine Frage der Übung und des Lernens, sondern natürlich auch der Begabung. Und das ist völlig in Ordnung so! Es muss nicht jeder fotografieren können, auch nicht jeder Mann einer Nähbloggerin ;-). Ich bin auch kein Profifotograf, bei weitem nicht (wenn der meine Kamera sehen würde, bekäme er 100%ig einen Lachanfall!). Aber schöne Fotos auf meinem Blog sind mir trotzdem wichtig.
Dabei spielt es auch gar keine Rolle, ob ein Blog als Hobby oder Business betrieben wird – so oder so ist er öffentlich und soll eine gewisse Außenwirkung erzielen, sonst bräuchte man es ja gar nicht machen. Aber vor allem dann, wenn man an Kooperationen mit anderen Blogs oder sogar Firmen interessiert ist, sollte man in ein ordentliches Erscheinungsbild investieren. Und dazu gehören eben auch schöne Fotos. Ihr geht ja schließlich auch nicht in Jogginghose zum Vorstellungsgespräch, ne?

Lassen wir mal die Fotos innerhalb der Posts beiseite, denn das ist nochmal ein ganz eigenes Thema und konzentrieren uns auf die rings ums restliche Geschehen. Ein Blog, auf dem man etwas präsentieren möchte, lässt sich gleich viel sympathischer an, wenn ich auf der Startseite vom Gesicht desjenigen begrüßt werde, der diesen Blog betreibt. Dann weiß ich gleich, mit wem ich es zu tun habe – wer mir da in der virtuellen Welt eigentlich gegenüber sitzt. Und ich glaube, es versteht sich von selbst, dass es eine Menge ausmacht, ob man da ein verschwommenes Foto von vor zehn Jahren sieht oder ein hübsch und professionell aufgenommenes aktuelles Bild.Aber was bedeutet denn eigentlich in dem Fall professionell? Es sicherlich immer eine Bereicherung, auch für das eigene Selbstbild, wenn man einmal in wirklich schöne Fotos von sich selbst investiert. Es stärkt die Selbstwahrnehmung ungemein, wenn man durch die Linse und damit durch den Blick eines anderen sehen kann, wie schön man eigentlich ist. Und solche Fotos braucht man ja auch nicht jedes halbe Jahr machen lassen, denn sie wirken – wenn sie gut gemacht sind – zumindest für eine ganze Weile zeitlos. Durch die Veränderung des Arbeitsmarktes gibt es heutzutage so viele talentierte freie Fotografen, die eine sehr individuelle Arbeit leisten und oft auch selbst im Blogbusiness unterwegs sind – also genau wissen, was gut wirkt und zu Euch passen könnte.

Wenn Ihr nicht in in ein professionelles Shooting investieren wollt oder könnt, heißt das aber noch lange nicht, dass Ihr auf schöne Profilfotos verzichten müsst. Deswegen habe ich Euch mal ein paar Tipps zusammen gefasst, wie man dabei vorgehen könnte.*Sucht Euch jemanden, dem Ihr vertraut, bei dem Ihr locker und entspannt seid! Und vor allem jemanden, der Lust hat, Euch zu fotografieren! Ansagen à la „Schatz, mach jetzt mal ein Foto von mir!“ führen nicht zwingend zu einem zufrieden stellenden Ergebnis… Vielleicht habt Ihr eine Freundin, einen Arbeitskollegen oder jemanden in der Familie, der gut und gern fotografiert und bestenfalls auch ein Bildbearbeitungsprogramm wie lightroom oder photoshop bedienen kann? Vielleicht habt Ihr ja auch andere Blogger kennen gelernt, die gute Fotos schießen und ganz bei Euch in der Nähe wohnen? Dann wäre das doch eine Gelegenheit für ein Kennenlernen „so ganz in echt“ (vorausgesetzt natürlich, Ihr habt dann keine Scheu, von jemandem Fremdes fotografiert zu werden!).*Nehmt Euch unbedingt Zeit, sowohl zum fotografieren als auch zum vorher stylen. Ihr müsst Euch wohl und schon mal per se attraktiv fühlen. Wenn Ihr nicht gerade selbst ein Modelabel habt oder Stoffe entwerft, in die Ihr Euch kleiden möchtet, empfiehlt sich eine eher neutrale Garderobe – so passen die Fotos überall dazu. Auch, wenn sich Euer Blogoutfit oder Eure Interessen mal ändern sollten. (Es sei denn natürlich, bestimmte Muster oder Farben sind Euer absolutes Markenzeichen – Authentizität geht immer vor!)*Überlegt Euch vorher einen Ort, an dem Ihr fotografieren wollt. Wenn es irgendwo draußen ist, dann solltet Ihr zumindest vorher überlegen, ob es Euch stört, wenn andere stehen bleiben und Euch zuschauen ;-). Auch das eigene Zuhause kann ein guter Ort sein. Dann sollte man einfach schauen, dass man eine schöne Ecke ohne irgendwelche störenden Dinge wie Wäscheberge etc. schafft. Sonnenlicht ist übrigens kein Garant für schöne Fotos! Ein bewölkter Himmel ist ein natürlicher Diffusor, der das Licht weich und gleichmäßig macht.*Und dann heißt es: drauf halten. Es gilt die Devise „Mehr ist mehr!“ Auch, wenn es am Ende eine ziemliche Arbeit ist, die Fotos zu dezimieren – es lohnt sich. Nichts ist ärgerlicher, als die perfekte Aufnahme vor sich zu haben und dann festzustellen, dass das Gesicht verschwommen ist oder irgendwo im Hintergrund gerade jemand durchs Bild läuft.*Wichtig ist, so entspannt wie möglich zu bleiben. Klar sind Schnuten, Grimassen und Faxen lustig und sie sorgen für den nötigen Spaß zwischendurch (und ergeben ohne Frage manchmal richtig schöne Fotos!). Aber auf einem Blog schadet es nicht, wenn man ein gewisses Maß an Seriosität ausstrahlt – ohne dabei bierernst oder bieder zu wirken! Denn Bloggen ist etwas kreatives – und das darf und soll man auch an den Fotos sehen!

Fotos, auf denen ich zu sehen bin, macht ja in der Regel mein Mann – etwas, worüber ich sehr froh und sehr dankbar bin. Entgegen aller Annahmen ist er übrigens kein Fotograf, diese ganze Angelegenheit interessiert ihn nicht mal übermäßig ;-). Er ist einfach sehr talentiert, glaube ich. Die Bearbeitung und das Styling kommen von mir, Ideen vor und während des Shootings entwickeln wir mittlerweile auch oft zusammen, etwas, was mir großen Spaß macht und erst neuerdings zu neuen Profilbildern geführt hat. Übrigens: Mehrzahl! Denn wegen der corporate identity und so macht es Sinn, bei der Gelegenheit einmal alle seine Social Media-Kanäle auch fototechnisch auf einen Stand zu bringen – das ergibt eine schöne und stimmige Außenwirkung!

Viel Spaß beim Fotografieren und Herumprobieren,
Eure Carolin


Dieser Post enthält Werbung.*
Outfit
Top und Shirt sind selbst genäht; Schnitt: MAlotty von ki-ba-doo*, Material: weißer Jersey von lillestoff*, dünner Strick über Nähwahna
Jeans: GAS
Schuhe: über TK Maxx
Mütze: H&M (Sale vom letzten Jahr)

P.S.: Ich weiß, Ihr wartet ganz ungeduldig, morgen gebe ich dann endlich die Gewinner der Herbst-Picknick-Verlosung bekannt! Danke fürs Warten!

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8 Comments

  • Reply
    Katarina
    12. November 2015 at 16:55

    Liebe Carolin,
    du siehst einfach klasse aus!
    Ich arbeite im Hintergrund auch gerade daran alle Kanäle zu überarbeiten und steige in die Fotografie ein, um nicht jedes Foto dem "Automatik-Zufall" zu überlassen. Aber bei dem ganzen Alltag mahlen die Mühlen da sehr mühsam und langsam. Ich denke, es ist für mich noch eine ziemlich große Überwindung VOR der Kamera zu stehen, da ich mit mir selbst immer sehr hart in´s Gericht gehe und sehr kritisch bin; anders als bei meinen Kiddies, wenn ich HINTER der Kamera stehe. Meine Große hat mich schon mal hin und wieder fotografiert, meinem Mann fehlt einfach die Zeit; bzw. wenn er da ist, ist es schon dunkel draußen 😉
    Ich muss auch zugeben, dass ich das Gefühl habe, dass es ein großer Vertrauensbeweis ist, wenn man sich vom eigenen Mann fotografieren lässt. Bei mir kreisen dann immer die Gedanken im Kopf herum "was wird er wohl denken, wenn ich diese oder jene Pose einnehme…" Aber vielleicht muss ich es einfach mal mit ihm probieren 😉
    Um so schöner finde ich zu sehen, welche Vertrautheit und Gelassenheit deine, bzw. EURE Fotos ausstrahlen. Wahrscheinlich sehen die Bilder deshalb so toll aus ♥
    Danke dir für so viel Inspiration und deine Gedanken zum Thema Profilbild – wie Recht du hast ♥
    Liebste Grüße
    Katarina

    • Reply
      Carolin Schubert
      13. November 2015 at 9:23

      Das ist interessant mit dem Vertrauensbeweis – denn ich fühle mich nirgends anders so entspannt! Und zu lesen, dass die Fotos das ausstrahlen, finde ich wirklich schön. Klar, probier es einfach aus!

  • Reply
    Petra
    13. November 2015 at 5:54

    Wow, was für wunderschöne Fotos und ein toller Text dazu. Klasse! Bei mir ist es eher so, dass ich mich etwas unwohl vor der Kamera fühle. Tja, da fehlt noch etwas diese Lockerheit, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister 🙂
    Liebe Grüße
    Petra

    • Reply
      Carolin Schubert
      13. November 2015 at 9:23

      Das stimmt, je mehr man es übt, umso mehr "kommt" es auch – nur Mut! Und vielen Dank für das Kompliment!

  • Reply
    Queen Kendra
    13. November 2015 at 8:30

    Sehr schöne Fotos. Mit welchem Programm bearbeitest du denn eigentlich deine Bilder? Ich bin immernoch auf der Suche nach einem guten Fotobearbeitungsprogramm… Und deine Bilder gefallen mir sehr!
    Grüße

  • Reply
    Anonym
    14. November 2015 at 19:49

    hej ich finde den strickstoff von deinem pulli super, nur leider kann ich ihn in dem shop nicht finden??

    lg justine

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. November 2015 at 17:39

      Es kann sein, dass er im Onlineshop nicht verfügbar oder eingestellt ist. Schreib Jasmin einfach an, sie kann Dir sicher weiter helfen!

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