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Meerweh

Osterurlaub mit frischer Nordseeluft | Tipp: Aeronauticum Nordholz

Ich hatte ja gestern versprochen, dass ich Euch nach der maritimen Einstimmung durch meinen Rock mit in unseren Osterurlaub im Cuxland nehme. Achtung: ich verbreite jetzt ein bisschen Me(h)rsehnsucht!
Bereits letztes Jahr im Sommer waren für ein paar Tage in Cuxhaven als Touristen unterwegs und ich hatte Euch HIER das tolle Museum im Hafengelände vorgestellt. Nach ein paar Tagen, die sich noch nicht recht als Urlaub anfühlen wollten, haben wir dann jedoch die Kurve gekriegt, könnte man sagen. Wir haben nämlich den Urlaub nicht allein, sondern mit meinem Bruder und meiner Schwägerin verbracht. Und da die beiden die Gegend nicht kannten, sind wir vier Tage auf Achse und bei allerbestem (aber kaltem!) Wetter unterwegs gewesen. Ich glaube, ich habe über die Ostertage meinen kompletten Vitamin D-Wintermangel aufgeholt ;-)!

Immer wieder schön ist dieser Platz in Spieka-Neufeld. Man fährt über den Deich bis fast an den Wiesen-Strand heran. Diejenigen mit Campingmobil können übrigens direkt an der Wasserkante wohnen! War das nicht fantastisches Licht? Wir waren richtig überwältigt! Allerdings wehte wirklich eine ordentlich-steife Brise, wie man an unserer Vermummung sieht ;-).

Am Karfreitag haben wir zunächst das Aeronauticum in Nordholz besucht. Auch eins dieser Dinge, die ich in all den Jahren, die mich mit Cuxhaven verbinden, noch nie „abgehakt“ hatte.
Das Aeronauticum liegt direkt neben dem militärischen Luftstützpunkt und erzählt die Geschichte der  Luftschifffahrt. Es ist eine sehr detaillierte und liebevoll ausgestaltete Ausstellung, bei der man viel lernen und erfahren kann. Gleichzeitig blieb bei mir auch irgendwie ein wenig unbestimmte Wehmut oder vielleicht auch Trauer hängen, welche Risiken der Mensch für Fortschritt und Eroberungswillen bereit ist einzugehen. Die Exponate vereinen Zeitdokumente, Modelle, Zeichnungen, aber auch echte Teile von abgestürzten Luftschiffen. 

Ich war mir zunächst nicht sicher, inwiefern das alles für unsere Kinder geeignet war, denn grundsätzlich handelt es sich hier nicht um ein sehr interaktives Museumskonzept – man kann einfach sehr viel lesen; aber es ging erstaunlich gut! Empfehlen würde ich das Museum auf alle Fälle, die Ausstellung hat zudem eine so überschaubare Größe, dass ein Vormittag gut damit gefüllt ist. 
Auf dem Außengelände kann man dann noch jede Menge außer Betrieb genommene Militärflugzeuge, Helikopter und dergleichen anschauen – das fand ich jetzt nicht so spannend, aber das ist sicher Geschmackssache. Begeistert waren die Kinder natürlich, dass sie mal im Cockpit eines echten Airbus sitzen konnten (ein wenig Gänsehaut angesichts der letzten Ereignisse konnte ich dann nicht gänzlich unterdrücken, muss ich sagen.)
Den Nachmittag haben wir im Dorumer Hafen verbracht. Auch hier wurde in den letzten Jahren kräftig gebaut. Dort gibt es mittlerweile ein Wellenbad, einen Indoorspielplatz und um den Hafen scharen sich mehrere Hütten mit kulinarischem Angebot. 
Noch viel besser aber ist es, wenn die Krabbenkutter gerade angelegt haben und man direkt vom Boot frische Krabben kaufen kann. Das Glück hatten wir nämlich – lecker!
Die Spitze des kleinen Hafengeländes bildet ein schwarzer Leuchtturm auf Stelzen, den man sowohl erklimmen als auch mit Führung besichtigen kann.
Am Samstag sind wir eigentlich den ganzen Tag durch den Cuxhavener Hafen gestreift. Ich hatte Euch ja schon im oben erwähnten Blogpost vom letzten Jahr erzählt, dass dort viel ausgebaut wird und ich war erstaunt, wie viel in der Zwischenzeit geschehen ist! Mittlerweile gibt es ein Hostel direkt am Hafen, was einen wirklich schicken Eindruck macht, einen eigens angelegten Hafenrundgang und jede Menge Restaurants und Geschäfte. Letztere bieten vor allem im Sport- und Outdoorbereich echt tolle Sachen an (ich sag nur Outlet – das ist ja immer mein Untergang – haha). 
Sonntag schließlich – kurz bevor mein Bruder wieder abreisen musste – sind wir noch nach Altenbruch gefahren, zur Dicken Berta – Leuchttürme gehen einfach immer, finde ich! Dort drin kann man übrigens auch heiraten!
Ach, wenn ich die Bilder so anschaue, dann möchte ich direkt wieder Urlaub haben!
Habt ein schönes Wochenende,
Eure Carolin

Das passt dazu...

5 Comments

  • Reply
    Andrea Lorenz
    10. April 2015 at 20:53

    Schöner Bericht und tolle Fotos!
    Ich lebe an der Ostsee und kann mir auch gar nichts andere vorstellen – ich brauche das Meer, daher kann ich Deine kleine Urlaubswehmut verstehen! 😉
    VlG Andrea

  • Reply
    filigarn
    11. April 2015 at 5:11

    Was für ein schöner Blogeintrag liebe Carolin und so schöne Bilder. Dankeschön dafür! Ich war noch nie an der Nordsee, müsste ich unbedingt mal nachholen, glaube ich :). Zu Himmelfahrt bin ich an der Ostsee, da freu ich mich schon doll drauf. Mag das Meer soooo gern. Trotz der tosenden Wellen immer beruhigend und perfekt zum Abschalten.
    Hab ein schönes Wochenende!

    Liebste Grüße
    Nadja

  • Reply
    Naebutikk
    11. April 2015 at 11:04

    Vielen Dank für deinen Urlaubseinblick.
    Wir waren auch schon in der Cuxhavener-Gegend urlauben, meins war das aber nicht ganz so, vielleicht hatten wir auch einfach nicht die richtigen Ecken entdeckt oder es lag an der Überfüllung von Strand, Meer und Stadt.
    Ich persönlich mag lieber die "Andere" Nordsee, also die vielen kleinen Siel-Orte im Ostfriesland, und kann diese als Urlaubsziel auch sehr empfehlen, vorallem das Ferienhaus, was wir zuletzt hatten.

    Ein schönes, sonniges Wochenende dir!
    Katharina

  • Reply
    Katarina
    11. April 2015 at 12:16

    Das sind ja traumhafte Bilder! Kann dich gut verstehen, da bekommt man direkt wieder Fernweh!
    Hab noch ein schönes Wochenende.
    Liebste Grüße
    Katarina

  • Reply
    Prülla
    11. April 2015 at 12:22

    Hach, herrliche Bilder!! Da freu ich mich umso mehr schon auf unser verlängertes Wochenende Ende April in St. Peter – ich hoffe, das Wetter spielt mit. Ja, so ein paar Tage an der See sind sooo gut für die Seele (und den Vitamin-D-Haushalt ;-)) Liebste Grüße!! Danie

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