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Entschuldigen Sie, sind das Zwillinge?

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Nein, ich will ja gar nicht so tun, als ob ich eine Zwillingsmama wäre. Bin ich nämlich nicht. Zwischen meinen Töchtern liegen stolze zehn Monate und zwei Wochen! Halt, ich weiß schon, was jetzt kommt:

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Krass! 

Sportliche Leistung! 
War das geplant? 
Zwischen unseren beiden Mäusen liegen auch 18 Monate! 
Und ich dachte schon, unsere Kinder wären dicht beieinander. 
Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich einen dieser Sätze schon gehört habe (gern auch mehrere hintereinander). Diejenigen, die das sagen, meinen es nie böse oder mit Hintergedanken. Aber darf ich ehrlich sein? Mich nervt es! Ja, es ist krass! Nein, zwei Schwangerschaften und zwei Geburten innerhalb von anderthalb Jahren sind nicht sportlich, sondern anstrengend. 18 Monate sind mitnichten zehneinhalb Monate (ein zehn Monate altes Kind ist ein Baby, mit 18 Monaten spricht man schon von einem Kleinkind)! Aha, Ihre Kinder sind auch dicht hintereinander.
Ungefähr so möchte ich gern darauf antworten. Mach ich aber nicht, weil ich schließlich nicht unhöflich sein will.
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Jetzt gibt es aber noch die Königsdisziplin. Diese besteht aus folgendem Zusammenhang zwischen Sprache, Mimik und Gestik:

Person: Entschuldigen Sie, sind das Zwillinge? [glänzende Augen, begeisterter Tonfall]
ich: Nein. [Ich kucke dabei höflich, aber verhalten freundlich].
Person: Aber… [in diesem einen Wort klingen ungefähr 50 Fragezeichen mit]
ich: Die beiden sind nur reichlich zehn Monate auseinander.
Person: [das begeisterte Funkeln in den Augen angesichts so niedlicher bis eben noch gedachter Zwillingsmädchen erlischt im selben Moment, wie das Gesicht in sich zusammenfällt und die Mundwinkel unaufhaltsam nach unten wandern.] Aber ist das nicht furchtbar anstrengend?
Es folgt ein mitleidiges, verständnisvoll gemeintes Lächeln, bevor sich die Person peinlich berührt abwendet.
Und falls jetzt irgendjemand denken sollte, dass ich übertreibe (mach ich doch nie!), dem sei gesagt: ist mir erst neulich wieder im blau-gelben Möbelhaus an der Kasse passiert.
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Ich weiß gar nicht, warum es anstrengender sein soll, Kinder im Abstand von zehn Monaten zu haben als Zwillingsmama zu sein. Ich erkenne da durchaus einige Parallelen: zwei Tragekinder, zwei Milchnasen, die meistens zur selben Zeit Hunger haben. Doppelt so viele Windeln und Kleider, die aber nach Möglichkeit auf einen Wickeltisch und in einen Kleiderschrank passen müssen. Halt, ich weiß schon, was jetzt kommt: aber das ist doch gar nicht dasselbe!

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Da möchte ich kurz ganz laut sagen: EBEN!

Ich bin mal schonungslos ehrlich. Wenn ich mit jemandem zu tun habe, der Mama (die Väter lasse ich hier außen vor, mit denen führe ich solche absurden Gespräche seltsamerweise gar nicht) von Zwillingen ist, kommt in mir unaufhaltsam der Drang nach oben, ganz begeistert und in der vermeintlichen Annahme, im selben Boot zu sitzen, meinem Gegenüber pathetisch entgegen zu trompeten: meine Mädchen sind auch nur… Das ist wie als wennste zu viel Sprudelwasser getrunken hast und denkst: da kommt nur ein ganz kleines Röpschen raus. Und dann kommt da so ein BERT von ganz tief unten, möglichst noch am Esstisch, um den sich die ganze Familie versammelt hat. Absolut und total unpassend!
Deswegen muss ich diesen Blogpost heute schreiben. Damit ich das in Zukunft ganz dringend sein lasse!
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Reden wir mal Tacheles miteinander: es hilft doch niemandem, wenn man immer so tut, als ob bei einem selbst alles genauso oder noch wichtiger/anstrengender/schlimmer/besser… wäre als beim anderen. Vielleicht kommt man sich dann ein bisschen wichtig vor, okay. Aber eigentlich ist es einfach nur albern. Ich habe bisher nicht ergründen können, woher dieser seltsame Drang kommt, dieses „Das ist ja wie bei uns! Meine Kinder sind auch…“ Frauen sind da ganz groß drin, wenn es um Geburten, Schwangerschaften, die Anzahl der Kinder etc. geht. Ich vermute, dass ist wie der … Na, Ihr wisst schon; wenn Männer sich bemüßigt sehen zu zeigen, wer mehr Größe hat.

Mütter dieser Welt: Schluss damit! Lasst uns mal lieber gegenseitig zuhören. Das ist viel, viel, VIEL interessanter und am Ende kann man ganz manchmal noch was lernen. Oder gemeinsam lachen, weil es so viele tatsächliche Gemeinsamkeiten gibt. Ich mal den Anfang und höre zu. Also? Wer fängt an? (Und wenn Ihr was fragen wollt, dann natürlich auch gerne los!)

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Das passt dazu...

36 Comments

  • Reply
    K didit
    16. März 2015 at 16:31

    alsoooo…. meine kinder sind ja auch nur… 🙂 danke dafür. egal wie weit die kinderleins auseinander sind: sie sind anstrengend, sie sind süss, sie schaffen einen, bringen einem zum verzweifeln und zum dahinschmelzen. punkt. DU hast es auf den punkt gebracht. danke!
    lg kathrin

  • Reply
    bysuse
    16. März 2015 at 16:56

    Sorry, aber ich glaube, du bist da zu hart mit uns Menschen. Frauen (und so manches Volk auch) sind eben so, dass sie gern Gemeinsamkeiten suchen und finden, das verbindet, ich glaube nicht, dass das böse gemeint ist. Ist irgendwie völlig normal ;-)))
    LG Suse

  • Reply
    bysuse
    16. März 2015 at 16:58

    PS: Deine Beiden sind absolut süß … 😉

  • Reply
    Anonym
    16. März 2015 at 17:24

    Voll witzig!

  • Reply
    Corinne
    16. März 2015 at 17:48

    Der geilste Spruch, den ich zu hören bekommen habe als Reaktion auf meine Zwillinge: Sind das Zwillinge? > Ich: ja > Hui, ich glaube, da würde ich mich erschiessen.

    Darauf war ich dann ziemlich sprachlos.
    Und ich kann seither an keinem Zwillingswagen vorbeigehen, ohne dass mir der Satz in den Sinn kommt. Gesagt habe ich ihn allerdings noch nie laut 😉

  • Reply
    Anonym
    16. März 2015 at 18:58

    Liebe Carolin,
    ein ganz toller Bericht! Ich bin Zwillingsmutter und kann die Frage "Sind das Zwillinge?" auch nicht mehr hören. Auch wenn ich mit JA antworten kann. Zu mir meinte auch mal eine, dass ihre Kinder 1 Jahr Unterschied haben und das ja auch wie Zwillinge wäre…..ähm, NEIN! Ist es nicht. 😉 Aber auch ich finde die Frage,ob es anstrengend wäre, nervig….ich finde nämlich auch, dass man so etwas nicht sagen kann…..klar, ist es eine Herausforderung, gerade als frische Mutter gleich mit zwei Säuglingen zu starten, aber kann es nicht mit einem Schreibaby anstrengender sein, als mit ruhigen Zwillingen?
    Also, Hut ab vor jeder Mutter! Egal wie viele Kinder.

    Lieber Gruß
    Jasmin

  • Reply
    Dreierleikinderei
    16. März 2015 at 19:01

    Och, der geilste Anspruch den ich bekommen habe, so etwa drei Monate nach der Geburt des Schwesterchens(und meine sind 17 Monate auseinander:du ahnst es:sind das Zwillinge?
    Muss mehr am Wagen als am Inhalt liegen. Deine sind sich wenigstens ähnlich;-)
    Lg

  • Reply
    nuxi-popuxi
    16. März 2015 at 19:15

    Danke für deinen Artikel. Ich hab Zwillingsmädchen und noch dazu zwei Jungs (1,5 sind die twins, die Jungs 3,5 und 6 Jahre alt.
    Die Frage: "Sind das Zwillinge?" ist obernervig. Was soll es sonst sein?? Und dann " ist bestimmt anstrengend…." oder " sie haben aber viel Arbeit "….das kann ich langsam nicht mehr hören. Ja es ist anstrengend aber mindestens genau so schön, wenn nicht noch schöner!!!
    Und das mit dem erschießen hat mir auch jemand gesagt. Allerdings nicht direkt. Sondern tuschelnd beim Kinderarzt im Wartezimmer. Dummerweise hab ich sehr gute Ohren…..ich hab die Frau beim rausgehen dann angesprochen… War ihr etwas peinlich 😉

    Naja. Ich sag dann manchmal zu den Leuten :" Nein. Ich glaube Sie sehen doppelt :))"

    LG und danke für deinen blog….blessinx, nuxi

  • Reply
    nuxi-popuxi
    16. März 2015 at 19:16

    Danke für deinen Artikel. Ich hab Zwillingsmädchen und noch dazu zwei Jungs (1,5 sind die twins, die Jungs 3,5 und 6 Jahre alt.
    Die Frage: "Sind das Zwillinge?" ist obernervig. Was soll es sonst sein?? Und dann " ist bestimmt anstrengend…." oder " sie haben aber viel Arbeit "….das kann ich langsam nicht mehr hören. Ja es ist anstrengend aber mindestens genau so schön, wenn nicht noch schöner!!!
    Und das mit dem erschießen hat mir auch jemand gesagt. Allerdings nicht direkt. Sondern tuschelnd beim Kinderarzt im Wartezimmer. Dummerweise hab ich sehr gute Ohren…..ich hab die Frau beim rausgehen dann angesprochen… War ihr etwas peinlich 😉

    Naja. Ich sag dann manchmal zu den Leuten :" Nein. Ich glaube Sie sehen doppelt :))"

    LG und danke für deinen blog….blessinx, nuxi

  • Reply
    Mädchenkram
    16. März 2015 at 19:18

    Ohhh:-) Ich muss deinen Blogeintrag unbedingt meiner Schwiegermutter zeigen… Meine beiden Schwägerinnen sind nämlich in einem Jahr geboren, die Ältere mitte Januar, die Jüngere anfang Dezember. Sie erzählt oft, was sie sich alles anhören musste. Aber nicht verzweifeln! Das verwächst sich;-)
    Sei herzlichst gegrüßt!
    Vera

  • Reply
    Sonea Sonnenschein
    16. März 2015 at 19:21

    Liebste Caro,

    ich könnt Dich knutschen… Der Schwanzvergleich unter Müttern ist schon ziemlich anstrengend und manchmal würde ich als Kommentar auch am liebsten einfach einen tiefen Rülpser loslassen.

    Liebe Grüße
    Katharina

  • Reply
    Suedstadtkind
    16. März 2015 at 19:31

    Hihi, Frag mal meine Mama, meine Schwester und ich sind 11 Monate auseinander. Nun, man kann nicht vergleichen, was anstrengender ist, Twin Mama zu sein oder Kinder zu haben die so eng beieinander sind. Ich glaube allerdings dass es toll ist. Eine Spielgefährtin im fast gleichen Alter zu haben, eine Seelenfreundin fürs Leben. So ist es bei mir. Es war immer das tollste der Welt und ist es heute noch so.

    Allerdings bin ich und war ich immer 10 cm größer als meine Schwester… Deswegen gab es die doofen Fragen Wie bei Dir nicht. Allerdings nervt es meine kleine Schwester dass sie immer für die ältere gehalten wird. Haha.

    Lass sie reden! Ärgere dich nicht. Deine Kleinen sehen so süß miteinander aus. 🙂 und ehrlich wenn die Twin Frage kommt, dann würde ich sagen "Ja! Zweieigig, mit Abstand von 10 Monaten!" 😉

    Liebe Grüße
    Ina

  • Reply
    vonmäusenundnähten
    16. März 2015 at 20:17

    Liebe Caro,

    als Zwillingsmutter kann ich Dir nur versichern,es geht immer noch nerviger.
    Was ich mir schon anhören mußte ist wirklich krass.
    Von "Waaaas?Du bekommst Zwillinge???Da würd ich mich erschießen!!!" bis "DAS DA will ich ja nicht zu Hause haben!" (beim Blick auf den Zwillingswagen) war alles dabei.
    Jeder Gang in die Stadt war ein Spießrutenlauf.Einmal tatschte eine Frau meinen Kleinen im Gesicht herum.Die beiden schrien,waren gerade in der Fremdelphase.Ich bat die Frau höflich,sie nicht im Gesicht anzufassen,da wurde ich beschimpft,ich hätte da nichts zu sagen,Kinder seien "Allgemeingut" und wenn sie sie anfassen wolle,dann könne sie das tun.
    Sehr traurig und ich bin damals mehr als einmal heulend nach Hause gekommen.
    Und wie oft ich hören mußte wie viel Arbeit ich doch habe….kann ich gar nicht mehr sagen.
    Wenn ich gefragt werde,was das Anstrengendste an Zwillingen sei,dann kann ich nur antworten: das sind die unbedachten Äußerungen anderer Leute.
    Ich kenne Mütter mit "nur" einem Kind,die hatten mehr Streß als ich mit zweien.
    Sonst hätte ich sicher nicht noch zwei weitere Kinder bekommen.
    Aber da ist die Umwelt ja auch immer gleich überzeugt,daß das nicht geplant gewesen sein kann *lach*!
    :o)
    Liebe Grüße
    Simone

  • Reply
    Susi
    16. März 2015 at 20:18

    Also erst einmal: Himmel, sind deine Mädels süß!!! Zum zerknuddeln!!!

    Dass dich diese bestimmten Sätze nerven wie die Sau kann ich sehr gut verstehen. Ich hab nur ein Kind. Ein Mädel! Welches aber bis fast drei Jahre nicht wirklich viele Haare auf dem Kopf hatte. Und es ist mir nach wie vor ein Rätsel, aber ich konnte sie von oben bis unten komplett rosa anziehen, ein Blick auf den Kopf "Mei ist DER süß!" Da hätte ich auch manchmal direkt los kotzen können.

    Es gibt wohl immer Leute die losreden, bevor sie ordentlich hingucken. Ein gut trainiertes Durchzugsventil zwischen den Ohren schafft da Abhilfe!! 😉

    Ganz liebe Grüße
    Susi

    • Reply
      Anonym
      18. April 2015 at 6:17

      Aber von der Kleidung auf das Geschlecht zu schließen ist doch mindestens genauso oberflächlich und sexistisch obendrein. 😉
      Wie oft ordnest Du Kinder in Mädchen udn Jungs, anstatt sie einfach als Mensch unabhängig vom Geschlecht anzusehen?
      Sagst Du zu Kindern in rosa Röcken ,sie' oder käme Dir auch mal in den Sinn, dass es ein Er sein könnte? Vielleicht kann man mal akzeptieren, dass man besonders bei Kindern das Geschlecht gar nicht siher erkennen kann und auch gar nicht muss. Stichwort Schubladendenken.

    • Reply
      Carolin Schubert
      18. April 2015 at 9:04

      Ich glaube nicht, dass man in Schubladen denkt, wenn man Kinder als Jungen oder Mädchen erkennt. Es ist ein völlig bizarres Phänomen unserer Zeit, dass das Zuordnen eines Geschlechtes im negativen Sinne sexistisch sein soll (was schon von der Wortbedeutung her keinen Sinn ergibt). In jeder Zeit gab es gesellschaftsbedingte Zuordnungen durch Farbe und Kleidungsstile, die jungs- oder mädchentypisch waren. Mein Vater beispielsweise trug noch lange Strümpfe und Strumpfzwickel, heutzutage trägt man eben viel rosa und blau. Daraus einen Geschlechterkampf zu machen, ist nicht nur unnötig, sondern auch unsinnig.

  • Reply
    19nullsieben
    16. März 2015 at 20:29

    ich kann natürlich nicht beurteilen, wie nervig das ist, was du gefragt wirst. aber auch als mutter von 'nur' einem kind, hört man oft die selben fragen. fängt schon in der schwangerschaft an: 'wann ist es denn soweit?' gefolgt von 'was wird es
    denn?'. und dann wenn das baby da ist, ist
    das spektrum der fragen auch bei einem baby eng: 'bub oder mädchen?', 'schläft es schon durch?' über 'dass du ihn noch tragen kannst, er ist ja schon so schwer!' bis zu 'ganz die mama!'

    aber ehrlich gesagt, ich finde das nicht so schlimm. die menschen fühlen sich berührt von babies und kindern und da gibt es wohl so eine sehnsucht nach nähe, kommunikation, gespräch… ich kann das verstehen, das ist doch menschlich! und wenn mir nicht nach reden zumute ist, dann antworte ich halt kurz und dreh mich dann weg. und wenn wer echt penetrant ist, dann würde ich fragen: 'und bei ihnen? wie läufts da privat so?' und damit wäre das erledigt denke ich.

    liebe grüße, Selina

  • Reply
    Annamiarl
    16. März 2015 at 21:03

    🙂 Hmmmm kann mich erinnen mal einen ähnlichen virtuellen Dialog mit dir geführt zu haben – sollte ich mich jetzt schämen?
    Bei der Beichte meines Großen zur Kommunion vor ein paar Wochen hat mich der Pfarrer angesprochen – ob ich denn schon klarkäme so mit meinen drei Kindern, die würden mich doch sicher jetzt schon sehr fordern.
    Ich habe wirklich dumm geschaut und eine gute Freundin von mir hat dann die schlagfertige Antwort gegeben: Warum Herr Pfarrer – hätten sie sonst eins davon genommen?
    Dumme Fragen gibts schon…
    GLG Anna

  • Reply
    Freu-Zeit
    16. März 2015 at 21:16

    Kinder sind toll. Und auch anstrengend. So ist das nun mal. Ich hab vier davon, alle innerhalb von 7,5 Jahren geboren. Am nervigsten fand ich die Fragen während der Schwangerschaften: War das echt geplant? Wolltet ihr das? Und aus reinem Selbstschutz und um den Schwätzern den Wind aus den Segeln zu nehmen, hab ich immer strahlend gesagt, wie sehr wir uns freuen und das wir uns durchaus auch noch ein Kind vorstellen könnten. Egal, wie es in mir aussah. Das wollten sowie die meisten gar nicht wirklich wissen.
    Und ich bin total stolz auf unsere Kinder. Sie haben ein richtig tolles Verhältnis untereinander, auch wenn sie schon "groß" sind und teilweise eigene Wege gehen. Was gibt es Schöneres …
    Lass die Leute reden, sei stolz auf deine Kinder und freu dich an ihnen!
    Liebe Grüße von Doro

  • Reply
    Anke Tiessen
    16. März 2015 at 21:24

    Ärgere dich nicht so dolle
    genieße die kleinen Damen
    Bei uns zu Hause
    waren die ersten 3 von 6 Kindern
    mein Bruder 11.11.58
    Ich 12.12.59
    unsere Schwester 13. 3.61
    3, 2, und 0 Jahre
    Wirklich schöne Kindheit gehabt
    Man ist näher dran am anderen
    und immer sind Spielkameraden da.

  • Reply
    Anonym
    16. März 2015 at 21:47

    Du schreibst mal wieder wundervoll! Ich lese deinen Blig sehr gern und muss über so manche Themen schmunzeln 😉 Die Frage mit den Zwillingen kam bei meinen beiden Töchtern noch nie auf. Wie auch bei siebeneinhalb Jahren Altersunterschied? Die Frage, die ich dann oft gestellt bekomme heißt dann: Sind die denn vom selben Vater? – Nein sind sie nicht und das ist auch gut so! Wir sind schon seit drei Generationen durchgepatchworkt. Das gehört quasi zum Standardprogramm unserer Familie. Wir haben mal überlegt ein Mehrfamilienhaus zu kaufen, weil da mehr Platz ist für unsere ganzen Nachnamen…
    Liebste Grüße
    Tine, Patchworkmama

  • Reply
    Anonym
    16. März 2015 at 21:49

    Hallo Carolin, Deine beiden Kleinen sind ganz entzückende Kindlein die schauen echt lieb und goldig aus. Zanken die beiden sich nie? Oder sicher nur manchmal und dann vertragen sie sich gleich wieder. Auf die Frage "sind das Zwillinge?"ganz einfach antworten "nein DAS sind Geschwister". Ganz sachlich und schlicht.
    Oder man sagt die Namen der Beiden Kinder.
    Denn auch wenn es echte Zwillinge wären , die Frage nach Zwillingen nervt.
    Kann ich sehr sehr gut nachfühlen.
    Meine Mutter hatte übrigens 10 Kinder in Worten zehn 🙂 ja damals war man kinderreich, die Frage ob das anstrengend sei kam da erst gar nicht.
    Liebe Grüsse Antonia

  • Reply
    Anonym
    16. März 2015 at 21:57

    Oh Gott Du hast ja soooo Recht ����
    Liebe Grüße Sonja Börensen und Winke Winke von Insta (luemmelsunddeerns)

  • Reply
    Fishkopp
    17. März 2015 at 6:34

    Lach… ich kann voll verstehen, dass du volle Lotte genervt bist,
    aber: die Leute machen bei jedem immer blöde Sprüche.
    Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen warum man als Mutter Dialoge führen muss wie:

    "Ist das ein Mädchen?"
    (Kind, rosa Kleid an)

    Was soll man darauf antworten? nein ,das ist ein Junge, aber er trägt ein rosa Kleid, um Sie zu verwirren?

    oder:

    Kind: brüllt.
    Passant: die hat bestimmt Hunger!
    Mutter nimmt Kind aus dem Kinderwagen auf den Arm.
    selber Passant wie 30 Sekunden vorher: Sag ich doch, das Kind will einfach nur auf den Arm!

    Und dann habe ich es irgendwann gescheckt:
    den meisten geht es gar nicht darum, eine irgendwie sinn-machende Frage oder Aussage zu machen.
    Die brauchen nur einen Aufhänger, um eine Kommunikation zu starten, Und manche sind da einfach geschickter als andere.
    Genau so, wie die meisten auf "Wie geht's?" nicht die Wahrheit hören wollen, sondern einfach signalisieren: lass uns uns unterhalten.

    Eine Lösung für dein "problem" gibt es wohl nicht. Obwohl du vielleicht so tun könntest, als seist du gehörlos (1,2 vokabeln Zeichensprache lernen?) dann brauchst du nicht mehr mit gesprochenen Worten zu antworten. Und hast wahrscheinlich viel Spass an den Kommentaren, die dann kommen, wenn die Leute meinen, du könntes sie nicht reden hören *g*

    Meine restlichen Kommentare verkneife ich mir jetzt *g*
    ich will dich ja nicht verärgern….

    viele Grüße
    Tina

  • Reply
    LieseLotteFriedrich
    17. März 2015 at 9:24

    Haha…du hast mal wieder meine Kaffeepause versüßt,liebe Carolin!!
    Und das Beste: ich auch!!ich habe auch gleich gedacht: kenn ich..wie bei mir!!Aber jetzt nicht Zwillinge oder auch nur einmal der Abstand von 17 Monaten…das meine ich gar nicht,sondern das Genervtseinn über die vielen merkwürdigen Kommentare!!und ja,ich gebe es zu…auch ich habe manchmal so Gedanken…wie "Oh Gott,wie macht die das nur bei dem Altersabstand?!"…aber ich denke mir das nicht negativ oder böse…und auch nicht mittleidig,sondern wirklich WIE??!! Wie geht so ein Alltag…das ist mehr Neugier,mehr vielleicht die Suche nach Tipps ,wie geht es Andern..sowas in der Art…
    Wir haben übrigens 8 Kinder…und nun rtattert es in deinem Kopf? -;-) ?? Kannst du dir die Kommentare vorstellen?! Von nur neugierig zu ganz intim und richtig frech!!
    Harmlos sind ja "sind das alles Ihre" …schlimmer schon:"das ist aber viel Arbeit,wie schrecklich!"oder "habt Ihr sonst kein Hobby" ..oder "alle von einem Mann" oder seid Ihr irgendwie religiös" und das zum Tiel von Wildfremden häh?! Wir sind eigentlich ganz normal…Und trotzdem,wenn ich jetzt z.b. im Dänemark-Urlaub mal andere Familien mit vielen Kindern sehe…dann liegt sie mir auch auf der Zunge,diese verhasste Frage"Sind das alle Ihre?!" aber ehrlich gesagt,einfach aus Neugier..aus Freude,dass es noch mehr verrückte Eltern gibt:-)
    Und manchmal macht es mir aber auch Spaß,den Leuten lächelnd ins Gesicht zu sagen,dass wir 8 Kinder haben…und dann zu sehen..wie es im Kopf rattert,wie sie versuchen ihr Lächeln entweder krampfhaft zu halten oder es Ihnen entgleitet…wobei dann manchmal auch die Bemerkung kommt"so sehen Sie aber gar nicht aus!"..häh?? Wie muß man denn dann aussehen,wenn man 8 Kinder hat…schlampig,verwahrlost..oder nach Zeugen Jehovas?!
    Ich glaube aber auch,dass nicht alle Bemerkungen so geminnt sind,manchmal ist es einfach nur Neugier..weil es den Andern fremd ist..vielleicht auch Neid??..oder einfach nur en Aufhänger,um ins Gespräch zu kommen…
    was ich allerdings auch über-über-überhaupt gar nicht leiden kann ist,wenn es diesen Ton kriegt,wer wohl das anstrengendere Leben hat,wenn darüber gemeinsam gejammert wird,wie schrecklich anstrengend Kinder sind…wobei..ich bin das ja eh selbst schuld ..lach ;-))..und darf gar nicht jammern,auch wenn mir wirklich mal nach Jammern sit…
    liebe Grüße und…das muß ich echt nochmal sagen: ich liebe deine Posts!!!!!!
    ganz liebe güße!!tanja

  • Reply
    Herzkissenaktion im Harz
    17. März 2015 at 17:37

    Hallo !
    meine Kinder hatte auch nur 12 Monate Unterschied – erst das Mädchen und ein Jahr später der Junge – waren auch wie Zwillinge – habe sie auch oft entsprechend angezogen – in der klinik hat mich die hebamme gefragt, ob ich jetzt jedes jahr komme – nein das nicht, aber ich bereue keinen Tag die Entscheidung für das 2. schnell darauffolgende Kind – ja wenn auch einer Brei und der andere noch Flasche kriegt – ich freue mich, dass es so war ! Heute sind sie 34 und 35 und immer noch eng, wenn auch geografisch sehr weit auseinander (USA und Niederlande)

    Deine Zwei haben wunderschöne Tuniken an !
    Liebe Grüße Karin

  • Reply
    sunshinesew
    17. März 2015 at 18:20

    *ggg* DEN zwillingsspruch kenn ich auch – obwohl die großen fast 22 monate auseinander sind…. eine lief schon, die andere im kindersitz/einkaufswagen: ach, gottchen…sind das zwillinge???

    naja, ich bin davon auch genervt (gewesen) mittlerweile sagt das keiner mehr. dafür sind die kinder einfach schon zu groß. ich denke auch, dass es was mit anteilnahme und verunglückter kommunikation zu tun hat. es waren auch durchweg eher leut ü50.
    nur unsere ex nachbarin hat es mal krass mitten im supermarkt übertrieben…. die fand nämlich 2 kinder "total süß" aber das 3te mädel "hätte doch nicht sein müssen"…. DAS gespräch dauerte auch nicht lange ;-P

    liebe grüße
    tina

  • Reply
    Anonym
    17. März 2015 at 19:07

    Auf die Frage " Sind das Zwillinge?" hab ich irgendwann nur gesagt, " Nee, die sind 5 Monate auseinander", und wirklich kein einziger hat nachgefragt… Nicht ärgern lassen, deine Zwei sind echt süß und das was wirklich zählt ist die Familie und die Liebe! Liebe Grüße Kati aus ER

  • Reply
    L Sabine
    17. März 2015 at 20:19

    Liebe Caro
    Danke für Deine immerwieder tollen Texte und schönen Bilder!
    Also, meine Mädchen sind 22 Monate auseinander. Und ich höre noch heute die Frage, ob es Zwillinge sind. Dabei gleicht die Grosse (8,5) mir und ist auch schon richtig "alt" im Gesicht. Und die Kleine mit ihren 6,5 ähnelt dem Vater und ist auch noch "richtig Kind".
    Aber die lustigste Situation war folgende: Ich war mit meiner ersten Tochter und dem Sohn meiner Freundin unterwegs., beide dunkelhaarig. Da kam eine Dame auf uns zu: "sind das Zwillinge"?. Antwort: "nein, der Junge ist zwei Monate älter als das Mädchen". Entschiedene Frage: "Ah, dann sind es Bruder und Schwester????".
    Tja, so können wir wohl alle unsere Geschichten aufschreiben. Witzig, wie viele Leute erst sprechen und dann denken.
    Herzlich, Sabine

  • Reply
    CoelnerLiebe
    17. März 2015 at 21:22

    Toller Beitrag! Danke! ….. Ich muss gestehen, ich rede manchmal schneller, als dass ich denke *räusper* ….. Es ist nicht böse gemeint, eher "ehrfürchtig". 😉 hört sich doof an, aber – kids sind toll und trotzdem anstrengend. Und als 2-Fach mami komme ich oft an meine Grenze und stelle es mir mit zwei Gleichaltrigen kids schwerer vor. Und habe Respekt vor der Leistung der jeweiligen mami. Klar kann die es einfacher haben als eine "einfach"-Mamis. Aber daran denkt man in dem Moment nicht. aber auch nicht die an die andere Möglichkeit, dass das schreikind seine Mutter zur Verzweiflung bringt. Kinder & Eltern bzw die Themen, die das kinder groß ziehen mit sich bringen, sind sowas von extrem emotional, da gibt es kein richtig und falsch.
    Und anschließend: deine mädels sind soooo zucker!!!!!!
    Liebste Grüße, sandra

  • Reply
    tepetua
    18. März 2015 at 21:31

    Liebe Caro,
    was mal ganz klar ist, ist, dass ständig wiederkehrende Fragen obernervig sind.
    Ich erinnere mich, dass ich vor der Geburt meines Sohns das starke Bedürfnis hatte, Leute zu verhauen, weil ich, mit 163 cm eher klein bin und mit einem Babybauch, der ausschließlich nach vorn gewölbt war, von hinten erstaunlich unschwanger aussah, von der Seite aber dafür um so schwangerer wirkte.
    Entsprechend führte ich folgendes Gespräch mit minimalsten Abwandlungen ab dem 7. Monat mehrmals pro Woche: "Zwillinge, oder?" Gefolgt von "Nein, da ist nur eins drin." meinerseits. Und dann: "Oh, dann isses sicher bald so weit!"
    Und es fühlt sich erstaunlich mies an, einfach nur "Nein, noch … Wochen." zu antworten. Ich wollte immer sagen, dass der Bauch völlig normal groß sei für nur ein Baby drin. Man fühlt sich nämlich fett, wenn man so ein Gespräch führen muss – zumindest unter Hormoneinfluss! Und ich war nicht mal fett! Ich hatte eben einen Bauch nach vorn und nicht zu Seite! Und ich bin klein.
    Ich merk gerade, ich werd schon wieder fuchsig.

    Und Du hast vollkommen recht mit dem Zuhören.
    Allerdings glaube ich nicht, dass jede Frau jedes Mal, wenn sie etwas wie "kenn ich" oder "ist bei mir ganz ähnlich" verbalisiert, sich damit wichtig machen möchte. Selbst, wenn sie das wortreich tut. Vielmehr, denke ich, entspringt das dem unterbewussten Bedürfnis vieler Frauen, ein Wohlgefühl beim Gegenüber zu entfachen, indem sie ihrem Gegenüber signalisieren, dass er verstanden wird.
    Wenn ich über Gespräche mit anderen Müttern nachdenke, hab ich das Gefühl, ich mache das ab und an oder häufiger auch so. Und ich habe nie darüber nachgedacht, dass das als Wichtigtuerei aufgenommen werden könnte. Allerdings werde ich zukünftig darauf achten. Danke also für den Denk-Anstoß.
    Ich bin ein fieser "Das Beste Rein-interpretierer", deshalb hoffe ich, dass die Zwillingsfrage folgendem Szenario entspringt:
    Da ist eine Person, die mit einer interessant wirkenden Frau mir zuckersüßen Kindern ins Gespräch zu kommen möchte. Deshalb fragt sie das Naheliegende. In dem Moment, in dem die 10 Monate Abstand ins Spiel kommen, schaltet sich dann kurz der Verstand ein und der Frager fühlt sich in die Situation ein und beginnt zu stammeln, weil 10 Monate Abstand echt irre anstrengend klingt! Echt wahr! (Nicht mehr oder weniger als bei Zwillingen. Logisch.) Nervig isses trotzdem!

    So, jetzt hab ich nen halben Roman geschrieben.
    Ich danke Dir für das Teilen Deiner Gedanken.
    Ich wünsche Dir Gleichmut und vor allem Leute, die die Frage nicht stellen um Dich rum.
    Alles Liebe
    Anna

    • Reply
      Carolin Schubert
      19. März 2015 at 8:39

      Ich danke Dir sehr für Deinen lieben und durchdachten Kommentar – wiederum ein Denkanstoß für mich!

  • Reply
    Lexxi
    28. März 2015 at 15:33

    Liebe Carolin!

    Ich kann mich in deinen "Ärger" so gut reinversetzen, seit ich Kinder hab mag ich zum Teil schon gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil es scheinbar für alle Welt nur noch ein Thema gibt…. Als wär ich von einer selbstbewussten Frau mitten im Leben zu einem Einzeller, der es zufälligerweise geschafft hat sich zu teilen mutiert und nur noch fähig sabbernd auf einfache Fragen wie "schläft es schon durch", "trägst du es immer noch", "was, du stillst noch?" blablabla ….eine Antwort zu babbeln.
    Ich bin ja schon von Haus aus nicht besonders frauen-affin, weil mir dieses Konkurrenzdenken des weiblichen Geschlechts extrem abstößt, aber seit meine 2 Kids da sind mache ich um sämtliche silberbelockten Wesen einen weiten Bogen und um Mütter meines Alters einen noch weiteren. (bis auf wenige Ausnahmen, die so denken wie ich ;))
    Dieses "immer-eins-ärmer" oder wahlweise "immer-eins-besser" verursacht in mir einen Würgereiz der nur schwerstens zurückzuhalten ist.
    So richtig gallig stößts aber auf, wenn ich im Supermarkt an der Kasse (und ich bin überzeugt die Kassengänge sind nur deshalb so eng, dass man nicht ausweichen kann, wenn "Omis" mit Logorrhoe "also unser ….(Name beliebig änderbar) ist ja auch so ein aufgeweckter Mann…." zwitschern – natürlich immer mit einem Finger im Gesicht meiner Kinder *fauch*
    Wünsch dir gute Nerven, im Zweifelsfall Leute einfach wirklich anrülpsen *lach*
    Schönes Wochenende
    Lexxi

  • Reply
    Lexxi
    31. März 2015 at 7:23

    ….Nachtrag…. weils mir grade so einfällt, Menschen suchen ja immer eine Möglichkeit mit anderen in Kontakt zu treten und was passt da besser als das offensichtliche…. hatte letztes Jahr ein Vorgartenbeet neu angelegt (direkt an der Straße), du möchtest bestimmt nicht wissen wie oft ich mir "na, bist beim garteln?" anhören musste, irgendwann hab ich dann gesagt, "du neeee, ich wasche grade das Auto" 😉
    Wünsch dir einen wunderschönen Tag
    L.

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