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Das Leben eben

Gibt’s hier was umsonst? Warum Leidenschaft und Bloggen etwas kostet.

theblogbook.eu | Warum Bloggen etwas kostet.

EDIT [18.11.2016]: Diesen Text habe ich vor über einem Jahr geschrieben, seitdem hat sich einiges geändert. Und manches leider überhaupt nicht. Dass Blogger werben und diese Werbung bezahlt wird, hat sich in der Leserschaft mittlerweile herum gesprochen. Und wird in weiten Teilen akzeptiert, so scheint es. Nur: die Blogger selbst scheinen manchmal allzu oft hinterher zu hinken! Mal abgesehen von all den Schwierigkeiten, einen Werbepost rechtlich sicher zu kennzeichnen – etwas, was in der Tat oft sehr verwirrend und uneindeutig ist – gibt es die immer noch viel zu stark verbreitete Meinung, von Ruhm und Ehre leben zu können. Während der Konzern, der Verlag oder das Unternehmen, was mit uns zusammen arbeiten will, nicht eben wenig an unserer Arbeit verdient. Dieser Text richtet sich also eigentlich nicht nur an die, die Blogs lesen. Sondern genauso an die, die sie schreiben. Bloggen darf etwas kosten. Es soll etwas kosten – weil Leidenschaft das auch tut. Und weil dieses Internet keine kuscheliger kleiner Sandkasten ist, in dem jeder so ein bisschen vor sich „rumpampert“. Das, was wir in der Öffentlichkeit tun, hat auch öffentliche Auswirkungen. Auf uns, auf die, deren Jobs wir übernehmen, auf die, die mit uns zusammen arbeiten wollen. Bloggen kostet. Und das ist gut so! Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Es ist schon eine Krux: da schreibt man selbst einen Blog und freut sich über jeden Kommentar und Seitenaufruf. Man kennt seine Leserzahlen und ist insgeheim stolz darauf, wenn andere einem sagen, wie gern sie lesen, was man veröffentlicht. Und dann schafft man es selbst wochenlang nicht, durch die Bloggerlandschaft zu streifen und auf Ideen-Ernte zu gehen. Sozusagen. Denn so ist es doch, oder? Warum liest man denn Blogs? Weil sie sowieso da sind? Weil man sonst nichts zu tun hat oder weil man eh im Internet unterwegs ist und dabei auch mal so ganz nebenbei das ein oder andere Rezept abspeichern, die ein oder andere DIY-Idee merken und die ein oder andere Shopempfehlung anklicken kann? Merkt Euch den Gedanken mal!

Jedenfalls wäre mir also aus diesem Versäumnis beinahe dieser wunderbare Post von Mel – sie bloggt unter GourmetGuerilla über Essen und Lifestyle – gänzlich an mir vorbei gegangen. Und das wäre ein echter Verlust gewesen!

Mel hat, aus Gründen könnte man sagen, einmal aufgezählt und nachgerechnet, wie viel sie das Bloggen im Monat so kostet. Zu Grunde gelegt hat sie dabei völlig subjektive, für sie durchschnittliche Werte an Ausgaben und kommt auf die sagenhafte Summe von fast 1.400 Euro im Monat!

Der Hintergrund der ganzen Sache ist eigentlich ein ganz einfacher und simpler: es gibt nicht eben wenige Leser, die sich daran stören, wenn in Blogs mit *Werbung* oder *Anzeige* gekennzeichnete Posts auftauchen. Es wird der Vorwurf erhoben, dass ein Artikel, wenn er bezahlt würde, an Echtheit und Glaubwürdigkeit verliert und nicht mehr die ehrliche Meinung des Bloggers – auf die wir uns doch verlassen wollen, dem wir uns unter Umständen vielleicht sogar beinahe freundschaftlich verbunden fühlen – widerspiegeln kann.

Ehrlich währt am längsten

In einer Zeit, die durch Werbung und das Wissen geprägt ist, dass im Internet alles wahr sein kann – oder eben auch gar nichts, mutet doch der Anspruch beinahe seltsam an, dass das Format des Blogs bitte völlig unbeleckt davon bleiben möge. Ich muss mich da ja sozusagen automatisch fragen, woher das kommt. Sind wir als Internetnutzer so müde von all den Anzeigen, Bildchen und blinkenden Pop-Ups, dass wir sozusagen eine neutrale Zone der Entspannung suchen? Wie beim Hütchen-Spiel: da gibt es immer Felder, die grau schraffiert sind. Wenn man dort steht, kann der eigene Hut vom Gegner nicht gefangen werden. Puh, einmal verschnaufen von der brutalen Realität! Oder ist es am Ende die Angst? Dass wir nicht mehr wissen, was wir glauben sollen, können und dürfen? Die Angst davor, das Falsche zu lesen, zu wünschen, zu besitzen? Sind wir als Leser denn so unsicher mit uns selbst, dass wir unser Leben im Abgleich mit dem sehen müssen, was uns der Blogger von seinem sehen lässt? Nach dem Motto: wenn DER diese Couch, diesen Fernseher, diesen Stoff, diese Servierplatte besitzt, dann ist meine Couch, mein Fernseher, mein Stoff, meine Servierplatte wahrscheinlich okay. Kann man etwas beruhigter schlafen. Aber wehe, er wurde am Ende bezahlt, diesen Stoff zu zeigen oder sich auf dieses Sofa zu setzen und davon Fotos zu schießen. Vielleicht mag er das am Ende gar nicht? Kann ich denn dann noch glauben, wenn da steht, dass er ganz begeistert von der Qualität ist? Geld regiert schließlich die Welt. Und den Geschmack. Weiß man ja. Wahrscheinlich ist mein Leben dann doch nicht so prima?! Die Folge davon ist – und das denke ich mir nicht aus, das ist Blogger-Realität – das Leser Emails und Kommentare schreiben, in denen sie sich vom Blog verabschieden. Das Abgleich-Scan hat ergeben, dass die Authentizität des Bloggers nicht mehr dem Bedürfnis nach Bestätigung des Lesers entspricht. Tschüß und auf Nimmerwiedersehen.

Vor ein paar Tagen führte ich eine sehr kurze, aber gute Diskussion mit einer Blogger-Kollegin zum Thema Authentizität. Sie führte als Vergleich die Heisenbergsche Unschärferelation ins Feld, nach der man zwei Komponenten nicht gleichzeitig scharf und genau bestimmen kann. Wenn ich das richtig verstanden habe (liebe Vera: wenn Du das liest, korrigier mich bitte gern – geht auch ohne Pizza ;-)), bedeutet das Folgendes: zu verlangen, dass Authentizität eine bestimmte Summe an konstanten Werten ist (wobei Werte hier nicht zwingend in moralischer Hinsicht zu verstehen sind, sondern als messbare Einheiten), die sich – logischerweise, da konstant – nicht verändern darf, ist absurd. Und folglicherweise auch unecht, unauthentisch. Der Mensch so ganz im Allgemeinen – und da gehören die Blogger erstaunlicherweise dazu – bewegt sich und lebt immer im Verhältnis zu seiner Umwelt. Aktion und Reaktion. Ich bin begeistert von meinem Sofa, welches im mir neulich gekauft habe. Ich schreibe darüber. Jemand schreibt mir, wie toll er es findet. Ich nähe die passenden Sofa-Kissen dazu und mache Fotos davon. Noch mehr Leute schreiben mir und wollen wissen, wie sie das selbst hinbekommen. Ich schreibe ein Tutorial. Und mache wieder Fotos. Gleich mit von dieser wunderbaren Kuscheldecke, die ich in diesem tollen neuen Shop gefunden habe. Noch mehr begeisterte Emails, Fragen zu dem Beistelltisch auf dem letzten Foto. Und auf einmal ist zwischen all den Reaktionen eine Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, unter mein Sofa mit den passenden Kissen und der passenden Decke und dem schönen Beistelltisch noch einen schönen Teppich zu legen. Ich muss nur wieder Fotos machen und darüber schreiben. Würdet Ihr zurück schreiben, dass Ihr nie und nimmer einen Teppich für solch eine Gegenleistung annehmen würdet, da Ihr anschließend nicht mehr guten Gewissens auf Eurem Sofa sitzen und das Gefühl genießen könnt, dass Ihr dafür schließlich teures Geld bezahlt habt? Oder ist es am Ende authentischer, den Teppich still und leise anzunehmen, ihn auf die Fotos zu schmuggeln und die Leser lieber glauben zu lassen, dass man über ein sich selbst auffüllendes Konto verfügt?

Ehrlich währt am längsten, sagt man. Und deswegen ist es ehrlich, wenn wir als Blogger hinschreiben, dass ein Beitrag bezahlt wurde (egal ob in Ware oder Geld). Es ist ehrlich, wenn wir die  Anerkennung unserer Arbeit genießen und uns darüber freuen. Mag sein, dass es Blogger gibt, die alles für Geld schreiben. Die alles für Geld annehmen und alles für Geld gut finden. Solche Leute gibt es in der Politik. In der Wirtschaft. In der Schule. An der Uni. Im Nachbarhaus. In der eigenen Familie. Die Bloggerlandschaft ist nicht Utopia.

Ich brauch nur mal schnell…

Habt Ihr Euch den Gedanken von oben gemerkt? Nur mal eben schnell ein Rezept raussuchen, eine Idee für ein passendes Geburtsgeschenk finden, ein Schnittmuster recherchieren, welches genauso aussieht wie der Hoodie von Marke xy. Kennt Ihr, oder? Die Liste lässt sich – je nach Bereich und Vorliebe – auch noch ein ganzes Stückchen fortsetzen.
Jetzt will ich aber nicht dieses Rezept, auf dem der Hackbraten wie in Form gespresste … na Ihr wisst schon was … aussieht. Ich will mir schließlich Appetit holen! Gut, ich könnte jetzt auch in ein Geschäft gehen und mir ein gutes Kochbuch für ca. 25 Euro kaufen. Aber muss ich ja gar nicht! Da gibt es schließlich so unglaublich gute Foodblogs mit fantastischen Rezepten und Fotos, bei denen mir augenblicklich der Magen knurrt. Da steht, was ich einkaufen muss, wie ich es zubereite, wo ich – wenn ich das möchte – auch noch die passenden Schälchen zum Anrichten kaufen kann und alles ist so nett und sympathisch in eine tolle Gschichte verpackt. Und das Beste: alles umsonst!
Meine Freundin hat ein Baby bekommen und ich möchte ihr so gern ein kleines Geschenk nähen. Aber was denn bloß? Jetzt könnte ich losgehen und mir ein paar Zeitschriften kaufen, vielleicht auch ein gutes Buch zum Thema „Für Babys nähen.“ Aber, ach nein, das brauch ich doch gar nicht. Im Internet gibt es schließlich genug – UMSONST! Aber das Spiegelselfie oder das schlechte Handybild will ich auch nicht. Da gibt es schließlich so unglaublich gute Nähblogs mit fantastischen Anleitungen, Schnitten und Fotos. Da wird in Bildern erklärt, wie dieser kleine niedliche Pullover zu nähen geht, das Schnittmuster gibt es für ein paar Euro auch noch dazu. Und ich muss mir keine Gedanken macht, ob das dem Baby am Ende passt, denn an den außerordentlich großartigen Fotos an echten Kindern ist genau das 1a zu sehen.
Ihr wisst schon, was ich meine, oder? Blogs sind Dienstleister. Sie bieten Produkttests, Bewertungen, Erfahrungen. Sie geben Inspiration, Anleitungen, Rezepte, Rezensionen, Geschichten. Blogger sind Redakteure, Fotografen, Publizisten. Und das tun sie alles umsonst.

Auch hier gibt es ein wirklich seltsames Phänomen zu beobachten. Während in unserer Gesellschaft nahezu nichts mehr umsonst ist – selbst sein Pipi ins Klo zu machen kostet 50 Cent – und wir seit diesem Jahr sogar einen Mindestlohn haben, wird von den Bloggern genau das verlangt: für Ruhm und Ehre statt Ähre.  (Über dieses Argument wundere ich mich am meisten: als Blogger bekäme man schließlich Anerkennung, wird berühmt. Mir ist jetzt auch völlig klar, warum sogenannte Prominente immer so dünn sind. Die müssen von Ehre leben und haben nichts im Kühlschrank!)
Die Begründung dafür ist vielfältig folgende: aber ihr macht es doch freiwillig, es ist schließlich euer Hobby und essen oder nähen musst du sowieso. Wie kann man dann Essen, Stoff, Geräte (egal ob für die Küche, das Nähzimmer, das Gewächshaus oder die Werkstatt) aufrechnen? Wie darf etwas kosten, was man aus Leidenschaft tut?

Das Tugendbarometer

Ganz ehrlich: die drei Nähmaschinen, die hier mittlerweile stehen, hätte ich nicht, wenn ich nicht Bloggen würde. Natürlich näh ich damit auch Kleidung für meine Kinder, die sie tragen OHNE dass ich das vorher fotografiere. Und ein Foodblogger kocht für seine Familie mit der gesponserten Küchenmaschine auch OHNE dass er das vorher fotografiert und anrichtet. Ich finde es mehr als merkwürdig, dass etwas, was doch völlig logisch und normal ist, für Blogger jedoch nicht gelten soll. Ich weiß nicht, woher diese Ansicht kommt, dass Freude an der Arbeit und Leidenschaft für das, was man tut nicht bezahlt werden darf. Ich habe schon vielmals den Vergleich gehört, dass das eine typische Eigenschaft der Deutschen sei und beispielsweise in Amerika nie jemand auf diese Idee käme. Ich mag diesen Erklärungsversuch nicht, er ist mir schlichtweg zu platt. Aber eine wahre Sache ist dran an dieser Erklärung: wir hängen mit eiserner Entschlossenheit der preußischen Tugend der Redlichkeit an (vor allem, wenn es um Arbeit geht). Das Problem ist aber gar nicht die Tugend an sich – sich loyal und uneigennützig zu verhalten empfinde ich durchaus als erstrebenswert. Das Problem ist die damit verbundene Erwartungshaltung, das in den Mittelpunkt stellen der eigenen Person. Der andere muss redlich sein, damit ICH weiß, dass es etwas wert ist. Damit ICH weiß, dass er wirklich dahinter steht. Damit ICH eine Messlatte habe, an dem ICH den anderen überprüfen kann. Wenn der andere – also der Blogger – seine Arbeit auf einem derart hohen Niveau völlig umsonst macht, dann kann ICH sicher sein, dass er wirklich meint, was er sagt. Warum sollte er das sonst tun? Je aufwendiger das Ganze dabei gestaltet wird, je teurer die verwendeten Materialien, je hochwertiger die Ausstattung, umso höher steigt der Tugend-Wert in unseren Augen. Redlichkeit wird zu einem völlig verkorksten Messinstrument, mit dem wir versuchen, uns gegenseitig zu kontrollieren. Denn sobald den eingesetzten Werten eine Bezahlung gegenüber steht, stürzt das Tugendbarometer unter Null. Und unsere Wertschätzung friert ein. Da gibt es dann auf einmal stattdessen Neid und Missgunst. Oder Desinteresse. Oder aber sogar Wut, Enttäuschung, Ablehnung, Angriff.

Mir liegt dieses Thema und dieser Text heute sehr am Herzen. Nicht, weil ich Mels großartige Aussage in irgendeiner Weise verteidigen muss – das kann sie prima selber, lest mal die ganzen Kommentare unter dem Post, das ist wie Kabarett! Es liegt mir am Herzen, weil hinter all den Blogs, die Ihr lest und hinter all den Personen, die diese Blogs schreiben, echte Menschen stehen. Menschen, die eine Leidenschaft für ein Thema haben und dieses teilen wollen, nicht aus Anerkennungssucht, wie manchmal kurioser Weise angenommen wird. Diese Menschen haben Sorgen, Nöte, Familien, Krisen, Krankheiten, kaputte Autos, manchmal Pickel im Gesicht und morgens Falten vom Kissen auf der Wange. Es sind Menschen, die Rechnungen zu bezahlen haben und genau wie jeder andere von irgendetwas leben müssen. Ja, die meisten haben einen Job, der 20, 30 oder 40 Stunden umfasst. Sie haben ein 24 Stunden-Familienleben. Sie haben Hobbys und Termine. Und sie haben einen Blog, der gut und gerne ebenfalls einer halben Stelle entsprechen kann – nur meistens ohne Bezahlung. Ist es denn dann nicht nur gerecht, wenn diese Leidenschaft auch anerkannt wird? Für Ähre statt für Ehre?

Leidenschaft kostet immer etwas: Einsatz, Schweiß, manchmal Tränen, Enttäuschung. Sie kostet Equipment, Zeit und Kraft. Leidenschaft ist das, für was wir brennen. Ändert die Wertschätzung und Anerkennung, die wir dafür bekommen können – auch die in Geld – etwas daran? Wenn ja, dann war es wohl tatsächlich keine Leidenschaft, aber wer will das schon beurteilen?! Wir als Leser, der wir den Blogger nur vermeintlich kennen und meinen, etwas zwischen den Zeilen heraus lesen zu können, was da mit Sicherheit gar nicht steht? Meiner Meinung nach ist diese Anerkennung, Bezahlung, Wertschätzung eine Investition. Sowohl für den Blogger als auch für den Leser.

Das passt dazu...

33 Comments

  • Reply
    FRAU Liebstes
    11. Februar 2015 at 12:46

    Großartig! <3 …auf den Punkt gebracht!!

    Drücker Claudi

  • Reply
    sariscorner
    11. Februar 2015 at 13:09

    Großartiger Beitrag! Mein Blog ist im Moment noch relativ klein aber sollte er irgendwann man wachsen kann ich mir gut vorstellen, dass man schnell in dieser Situation landet und ich finde das auch in keinster Weiße verwerflich…

    • Reply
      Carolin Schubert
      11. Februar 2015 at 15:38

      Im Grunde genommen finde ich es gar keine Frage der Größe, es geht ja ums Prinzip. Auch kleine Blogs werden mit Leidenschaft betrieben. Und auch der geringe Umfang kostet etwas, nicht wahr?

  • Reply
    Kathi
    11. Februar 2015 at 13:10

    Ganz toller Beitrag. Sehr schön zu lesen. Und so wahr!

  • Reply
    VanDerHand
    11. Februar 2015 at 13:55

    Wow!!!!.. Du triffst den Nagel auf den Kopf… Wirklich großartig geschrieben… Bin immer wieder davon beeindruckt wie du jedesmal die passenden Worte findest… Ich hätte es längst nicht so gut ausdrücken können…. Beide Daumen hoch…Glg Jessi

  • Reply
    mrs. popsock
    11. Februar 2015 at 14:06

    Ganz einfach: ♥

  • Reply
    Anita Scheiner
    11. Februar 2015 at 14:09

    Hallo Carolin,
    danke für Deinen ausführlichen Artikel. So ist es! Trotz preußischen Tugenden tun wir uns mit Wertschätzung für Arbeit, und das ist das Bloggen, und auch in vielen anderen Bereichen, sehr sehr schwer. Wir kennen ja alle den Spruch "Net geschimpft ist scho gnug gelobt" und der ist sehr kultiviert.
    Beste Grüße,
    Anita

    • Reply
      Carolin Schubert
      11. Februar 2015 at 15:55

      Ja, da ist sicher leider allzu oft was dran…

    • Reply
      frolleinLuSi
      11. Februar 2015 at 17:39

      Wundervoll ausgedrückt!Es ist von jedem eine Leistung einen Blog zu führen, egal wie groß er ist.Ja auch in einem kleinem noch jungen Blog steckt Leidenschaft drin.Ich merke gerade wie viel mich das ganze kostet und zwar kein Geld sondern Zeit, Zeit die von der Familie, dem Hobby etc.verloren geht.
      Und meiner ist noch jung und frisch sozusagen!;)
      Es ist ein riesen aufwand egal welche Größe…
      Du hast immer die passenden Worte und kannst sie super rüberbringen!
      Sehr sehr schön geschrieben!!!
      Lg
      Sina

  • Reply
    Patricia
    11. Februar 2015 at 16:04

    Danke für diese Worte!!!

  • Reply
    Nadine Brandt
    11. Februar 2015 at 16:19

    Sehe ich genauso.

  • Reply
    LES MAV
    11. Februar 2015 at 18:06

    wie findest du immer die passenden worte um es genau auf den punkt zu bringen?ich finds immer wieder toll das du dein denken und fühlen mit uns teilst und wir dieses dann förmlich verschlingen dürfen

    hab einen wunderschönen Abend mit deinen Liebsten

    • Reply
      Carolin Schubert
      11. Februar 2015 at 19:57

      Ich dank Dir sehr für Deine Worte! Tja, um Worte war ich wahrlich bisher selten verlegen :-D. Aber es ist natürlich wirklich toll, wenn man das, was einem selbst so natürlich erscheint dazu nutzen kann, anderes etwas weiter zu geben!

  • Reply
    nic [luzia pimpinella]
    11. Februar 2015 at 19:33

    du hast ein talent, dinge in worte zu fassen, wie ich es leider nicht habe.

    DANKE für diesen artikel! und du weißt, ich unterschreibe den komplett!

    liebe grüße
    nic

    • Reply
      Carolin Schubert
      11. Februar 2015 at 19:58

      Ich dank Dir sehr, Du weißt (hoffentlich), wie viel mir solch ein Kompliment bedeutet! <3

  • Reply
    Katherina {stitchydoo}
    11. Februar 2015 at 20:32

    Chapeau! Das hast du super in Worte gefasst und auf den Punkt gebracht! Deine Worte regen zum Nachdenken an, immer und immer wieder. Danke für so viel Tiefgründigkeit!

    Liebe Grüße
    Katherina

  • Reply
    Prülla
    11. Februar 2015 at 22:16

    Boah, Caro. Großartig! Du hast mich -mal wieder- sprachlos gemacht. Doppeldaumen hoch!! Liebste Grüße Danie

  • Reply
    JOs Creativ
    12. Februar 2015 at 4:20

    DANKE!!!
    LG Janine

  • Reply
    Stefanie Schiestl
    12. Februar 2015 at 7:23

    Ich muss mich jetzt mal outen!! Ich bin Blog süchtig…. Hallo ich bin Steffi und ich lese jeden morgen zum Kaffee Blogs!! Und ich gönne euch den Ruhm und …jetzt versteh mich nicht falsch….ich bin nicht deine beste Freundin…wär es mir eigentlich völlig egal wenn du dir mit deinem Blog eine goldene Nase verdienst!! Die Leute die sich über so etwas aufregen, sind meiner Meinung doch nur neidisch auf euch!! Ihr macht das so toll…und es ist ok wenn du dafür Geld oder wäre nimmst!!
    Was wäre denn wenn du bloggen beruflich machst, wäre es dann ok Geld zu nehmen???? Wenn jemand als Hobby gerne näht und die Sachen am Flohmarkt verkauft regt sich doch auch keiner auf…."Hey du musst die Sachen verschenken, du hättest schließlich Spaß daran"
    Nur weil bloggen mehr Leute erreicht…öffentlich ist….ist es nicht verwerflicher Geld zu nehmen wie der Mann am Flohmarkt!!!!

    So und jetzt mal ein Fettes danke!!!!! Danke dafür das du deine zeit dafür aufbringst das ich umsonst bei dir lesen darf….ich hoffe du verlangst keinen Eintritt (wär aber eine Überlegung für die idioten da draußen die es nicht verdienen bei euch zu lesen)
    Lg

  • Reply
    Tessa von KÖNIGkind
    12. Februar 2015 at 8:00

    Wunderbar auf den Punkt gebracht – vielen Dank für den Text!
    Herzlichst,
    Tessa

  • Reply
    susalabim
    12. Februar 2015 at 9:42

    danke! kann ich alles voll unterstreichen!
    liebe grüße susa

  • Reply
    INArtwork
    12. Februar 2015 at 14:11

    Du erfrischst mein Herz mit deiner Art zu schreiben und die richtigen Worte zu finden, danke dir dafür. LG Ina

  • Reply
    Zwirbeline
    12. Februar 2015 at 22:41

    Deine Art zu schreiben….du bringst es einfach so gut auf den Punkt.
    Lg Zwirbeline

  • Reply
    Lila-Lotta Sandra Prüßmeier
    14. Februar 2015 at 20:09

    Großartig! Ein dickes Dankeschön.
    Liebe Grüße,
    Sandra

  • Reply
    Anonym
    20. Februar 2015 at 9:29

    Liebe Caro, dein Beitrag hat mich sehr berührt.
    Bei mir ist zur Zeit alles sehr durcheinander und ich versuche mir regelmäßig Zeit zu nehmen deine Beiträge zu lesen, denn du schaffst es immer wieder mich tief in meinem Innersten zu berühren und mich zum Nachdenken und dann auch immer zum Lächeln zu bringen. Ganz egal, wie es mir zuvor ging. Und vor allem kann ich mit Hilfe deiner Worte meine unglaubliche Flut an Gedanken wieder etwas ordnen. Gedanken, wie und warum all das so zusammenhängt, warum mein Leben so verläuft und worum sich mein Leben dreht.
    Als ich heute deinen Beitrag las wurde mir wieder bewusst, wie sehr wir uns von anderen abhängig machen. Denn ist es nicht die Überzeugung der anderen, die uns irritiert bzw. konfrontiert in dem was wir tun und lieben? Die anderen sind davon überzeugt, dass Arbeit Arbeit ist und Vergnügen Vergnügen. Warum scheint es so unmöglich, dass es uns Vergnügen bereitet, wenn wir arbeiten? Warum dürfen Hobbies keine Berufe sein. Wofür diese Einteilung. Nur weil nicht jeder mutig genug ist, dass zu machen, was er tief in seinem Innersten liebt und gerne macht. Auch ich versuche mich gerade an dem Übergang von einem Job, der mir zwar liegt und auch Spaß macht, hin zu meiner Bestimmung und dem was ich mit Leidenschaft vertrete. Und auch bei mir stößt die Tatsache, dass ich dafür Geld bekomme auf Unverständnis, da es doch mein Hobby ist. Doch egal, was jemand anderes sagt oder ablehnt (ob nun weil er neidisch ist, sein Geld mit Mühe und Anstrengung verdienen zu müssen, oder weil er sich wenig Gedanken über die Zusammenhänge gemacht hat), wichtig bleibt dabei doch, dass es unsere Leidenschaft ist. Dass wir dennoch Menschen aber vor allem uns selbst damit erreichen und bereichern. Dass wir unsere Leidenschaft lieben und leben.
    Und genau deshalb bin ich dir so dankbar, dass du diese tollen Worte geschrieben hast. Um zu zeigen, dass die Authentizität, unabhängig von Finanzen, auch bleiben kann, wenn nur die Leidenschaft die gleiche bleibt.
    Alles Liebe und vielen Dank
    Kristin

    • Reply
      Carolin Schubert
      20. Februar 2015 at 10:03

      Liebe Kristin,

      vielen Dank für Deinen ehrlichen und berührenden Kommentar! Es bedeutet mir unglaublich viel, wenn mir jemand sagt, dass das, was ich schreibe und worüber ich mir so Gedanken macht, anderen hilft, sie anregt und inspiriert. Das ist das größte Kompliment, was man sich wünschen kann und es trägt mich durch Zeiten, wo ich den ganzen Krempel manchmal hinschmeißen möchte ;-).

      Du hast das so wahr geschrieben mit der Leidenschaft und ich wünsche Dir, dass Du diesen Übergang gut und mit viel Durchhaltevermögen meistern kannst! Alles Liebe für Dich!

      Ganz herzliche Grüße,
      Carolin

  • Reply
    Elke
    18. November 2016 at 17:25

    Liebe Carolin,

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Also zuerst einmal, dein Text ist sehr, sehr gut geschrieben. Du triffst den Nerv vieler Blogger/innen. Ich finde, du hast recht damit, dass es mittlerweile weniger verpönt ist, Werbebeiträge zu schreiben. Hier muss man differenzieren zwischen Blogposts für die 2 Meter Stoff zur Verfügung gestellt wurden (was nicht wirklich Werbung ist) und Beiträgen, für die Geld fließt und der Auftraggeber auch tatsächlich Einfluss nehmen kann darauf wie der Beitrag geschrieben und beworben wird. Die Grenzen sind nicht immer klar, aber wenn man ehrlich sagt, wie es ist, wie eine Kooperation zustande kam, dann sollte man auf der sicheren Seite sein. Denken wir als Blogger. Wie es beim Leser ankommt können wir nicht immer ermessen.

    Ich denke, je mehr Blogs ehrliche Werbebeiträge schreiben, desto weniger werden sich Leser daran stören, oder was denkst du?

    Das mit der preußischen Tugend mag schon sein. Die preußische Zurückhaltung zeigt sich meiner Meinung nach auch darin, wie wenig teils sehr gute Beiträge geteilt werden. Geht es darum, das Gelesen für sich behalten zu wollen oder gönnt man dem Schreibenden nicht eine höhere Reichweite? Oder liegt es einfach an unserer Kultur?

    Du hast deine Gedanken sehr gut auf den Punkt gebracht. Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. Gerne mehr davon.

    Liebe Grüße von Elke, die auch gerne bei der Blogst dabei gewesen wäre.

    • Reply
      Carolin Schubert
      18. November 2016 at 17:36

      Liebe Elke, ich glaube, es ist eine zweiseite Sache. Einerseits brauchen wir ehrliche und offene Blogger, die sagen, wie und warum etwas zustande gekommen ist. Das nimmt diesen Schleier der Undurchsichtigkeit. Leider mangelt es genau daran nicht zu wenig, das ist leider so. Manchmal liegt es daran, dass die Gesetzgebung hier auch nicht eindeutig ist, manchmal am Blogger an sich, der genau weiß, dass Werbebeiträge nicht so gern gelesen werden. Die andere Seite sind die Firmen und Agenturen, die noch unglaublich viel zu lernen haben, wenn es um bezahlte Arbeit geht. Von Ruhm und Ehre kann eben keiner leben – aber leider gibt es auch hier immer noch viel zu viele, die – wie Du so schön sagst, für ein paar Meter Stoff beinahe ihre Seele verkaufen. In der Hoffnung, ein paar Klicks mehr auf ihren Blogs (im Nähbereich ist es besonders schlimm, da geht es ja oft nicht mal mehr um Blogs, sondern um Facebook-Fanseiten!) zu haben.

      Ich dank Dir jedenfalls sehr für Deine Gedanken und Deine lieben Worte – vielleicht kannst Du ja nächstes Jahr auf der blogst-Konferenz dabei sein, es lohnt sich auf alle Fälle!!

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