the blogbook.
Nachgedacht und aufgeschrieben

Live authentic. Be creative.

Habt Ihr ein Lebensmotto? Einen lifestyle, nach dem Ihr Euch richtet oder den Ihr besonders gut und ansprechend findet? 


Für mich war das schon immer ein großes Thema! Mein zentrales Stichwort war und ist dabei immer und immer wieder Authentizität. Authentisch leben, sein, sprechen – mein großes Ziel ist es, dass sich das durch alles zieht, was ich tue, bin und sage. Insofern ergibt es sich natürlich automatisch, dass die Nachahmung eines Lebensstils überhaupt nicht in dieses Konzept passt. Aber: ich bin ein extrem visueller Typ – war ich schon immer. Deswegen gibt es bestimmte Arten von Kleidung, von Fotos, von Landschaften, Gegenden, Häusern, Einrichtungen, Frisuren – was auch immer – die für mich ein bestimmtes Konzept oder Lebensgefühl beschreiben oder für bestimmte Dinge stehen, die ich in meinem Leben integrieren will. 
Mein Mann muss sich dann ständig Fotos und Bilder von irgendwelchen fremden Leuten, Wohnzimmern, Taschen, Geschäften, Surfbrettern, Schuhen und was weiß ich nicht anschauen *lach*. Denn, obwohl ich selten um die richtigen Worte verlegen bin, berühren diese Bilder sehr tiefe Bedürfnisse und Saiten in mir, die ich meistens nicht vollkommen aufschlüsseln kann. Mit den Jahren hat mein Mann eine ziemlich gute Ahnung davon, was ich will, wenn ich mal wieder ankomme mit „Kuck mal da, der Landrover am Strand…“ :-D. 
Und weil es eigentlich sogar so ist, dass wir da ziemlich gleich ticken und wir nach den letzten Jahren unserem Leben endlich nochmal eine neue Richtung geben wollen (insofern man das halt selbst in der Hand hat), befinden wir uns gerade in einer Phase der Neu- und Wiederentdeckung. Dazu gehört neben einer Neustrukturierung unseres Familien- und Arbeitslebens (ich habe es in meinem letzten Blogpost schon kurz angedeutet) eben auch die Frage danach, was uns inspiriert und wo unsere tiefsten Bedürfnisse, Träume und Wünsche liegen. Ich wäre ja mal gespannt zu wissen, ob Euch das interessieren würde, mehr über dieses Thema zu erfahren? 
Vielleicht sagt Ihr Euch auch, dass Ihr keine Ahnung habt, was ich eigentlich meine. Dann will ich Euch nochmal ein kurzes Beispiel vorstellen. Vor einiger Zeit stieß ich auf instagram (Ihr findet mich dort unter _theblogbook_ ;-)) auf den Hashtag #liveauthentic. Es hat einige Zeit, bis ich so einigermaßen durchschaut hatte, was damit gemeint ist. Aber ich war ungemein fasziniert von den Fotos und dem Lebensgefühl, welches sie vermitteln. Wenn Ihr Euch mal auf die Seite von FOLK klickt, könnt Ihr unter Archiv Fotos ankucken! Was ich so spannend an dieser ganzen Bewegung fand, war das Bedürfnis nach Authentizität und Kreativität als Motor! 
Wenn mich das Leben eines bisher gelehrt hat, dann die Tatsache, dass die Beharrlichkeiten, Grenzen, das, was wir müssen in der Regel von ganz alleine kommt. Dabei vergisst man leider allzu oft, seine Träume und das, was man eigentlich will, im Auge zu behalten. Und noch viel mehr: ich finde, es geht gar nicht nur um das eigene Wollen, sondern auch um das, was so in uns liegt. Das Potenzial, was wir alle mitbringen und das wir so oft nicht ausschöpfen, weil man so mit Alltagsdingen und Zwängen beschäftigt ist. 
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Die perfekte Illustration für dieses Thema sind die aktuellen Fotos. Für lillestoff habe ich die beiden Stoffe der Decke verarbeitet, sie nennen sich Marrakesch und sind von Pamela | enemenemeins entworfen worden. Marrakesch – da denkt man vielleicht an Basare, an Gewürze, Farben, warmes Licht. Ich hatte Bilder von Baumhütten im Wald im Kopf, riesige, uralte Bäume, fahles Winterlicht und Ruhe – um all das, was ich eben so geschrieben habe, nachzudenken. 
Ich bin wahnsinnig gespannt, ob und was ihr zu diesem Thema zu sagen und zu fragen habt. Hinterlasst gern einen Kommentar, ich freu mich!
Eure Carolin
verlinkt bei RUMS

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16 Comments

  • Reply
    Smila ♥
    29. Januar 2015 at 11:22

    Dein Beitrag macht mich sehr nachdenklich. Nachdenklicher als ich es sowieso gerade schon bin. Ja, Authentizität ist sehr wichtig für mich. Ich zeige nicht alles was mich ausmacht, aber das das ich zeige bin wirklich ich. Und ich lerne immer wieder und gerade mal wieder sehr schmerzlich, dass es bei weitem nicht bei allen Menschen so ist.
    Und auch was zu zum Thema Träume und Alltag schreibst, beschäftigt mich seit dem plötzlichen Tod meines Vaters sehr.

    Ich liebe deine Denkanstöße und Bilder.
    Nachdenkliche Grüße, Smila

    • Reply
      Carolin Schubert
      29. Januar 2015 at 18:12

      Liebe Sabine, Dein Kommentar berührt mich sehr! Ja, der Tod ist eine starke Kraft, die auch manchmal in uns neue oder ungeahnte Dinge anstößt. Ich wünsch Dir von Herzen Kraft, Zuversicht und Mut. Und ich dank Dir sehr für Deine lieben Worte!!!

  • Reply
    Anita Pumpfer
    29. Januar 2015 at 13:37

    tollste schreiberin ever …
    ich liebe deine post soooooo unheimlich sehr … und sie sind einfach DU …
    das liest man in jeder zeile …
    ich freu mich schon, wenn wir uns (hoffentlich bald) wieder mal sehen
    dicker fetter schmatz …

  • Reply
    pipa pocoloco
    29. Januar 2015 at 14:43

    Mein kreatives Potential konnte ich erst so richtig entdecken und ausleben, als ich -bedingt durch die Geburt unseres Sohnes- eine Jobpause eingelegt hatte. Manchmal wissen wir gar nicht, was in uns steckt und es bedarf dem ein oder anderen Lebensereignis (positiv oder negativ) um bestimmte Seiten an sich kennen- und vielleicht auch schätzen zu lernen.

    Liebe Grüße
    Paola

    • Reply
      Carolin Schubert
      29. Januar 2015 at 18:16

      Da hast Du absolut recht! Und manchmal kommen auch neue Dinge hinzu – das gehört auch für mich zur Authentizität: sich immer wieder zu befragen! Danke für Deinen Kommentar!!

  • Reply
    Mädchenkram
    29. Januar 2015 at 16:14

    oh jeeeee, kalt erwischt! ich bin so ein sicherheitsmensch und stehe mir und meiner kreativität oft selber im weg. ich würde so gerne… und traue mich nicht… authentisch leben, das wäre schön, und dann macht man doch immer so weiter wie bisher.
    dein Blogeintrag und deine bilder lassen etwas in mir erklingen! Mal sehen! danke für die anregung!
    lg
    vera

    • Reply
      Carolin Schubert
      29. Januar 2015 at 18:18

      Das freut mich unheimlich, vielen Dank für Deine offenen Worte! Und Sicherheit und Mut müssen sich nicht zwingend ausschließen!

  • Reply
    Naebutikk
    29. Januar 2015 at 16:18

    Ja, ich möchte gerne mehr zu diesem Thema erfahren und bin gespannt, wie euer (neuer) Weg aussehen und wo er hinführen wird.
    Bei mir ist dieses "Träumeverwirklichen" und "Entdeckenwasinmirsteckt" auch gerade ein großes Thema. Wir (mein Mann und ich) schwärmen im Moment auch von vielen Dingen und möchten kleine und große Träume verwirklichen, aber es ist eben nicht alles so einfach umsetzbar, wie man es gerne hätte und ich lerne im Moment authentisch damit umzugehen und versuche meine Mitmenschen das auch wissen zu lassen und an und mit mir zu arbeiten und vorallem bin ich gespannt darauf zu entdecken, was noch in mir steckt, denn mein Gefühl sagt mir "da geht noch was".

    • Reply
      Naebutikk
      29. Januar 2015 at 16:21

      und noch was: authentisch zu leben heißt für mich persönlich auch, nicht nur die Rolle auszufüllen, in die ich "reingepresst" werde – sondern sie echt und wirklich auszufüllen und mich dahinein zu geben, so wie es für mich richtig ist.

    • Reply
      Carolin Schubert
      29. Januar 2015 at 18:19

      Absolut!! Und ansonsten klingt das doch echt spannend, ich wünsch Euch jede Menge Inspiration! Und trage gern meinen Teil dazu bei :-).

  • Reply
    PamyLotta
    29. Januar 2015 at 18:39

    Liebe Carolin,

    ich glaube wir würden uns realen Leben ziemlich gut verstehen. Naja, zumindest ich mich mit Dir, umgekehrt weiß ich ja nicht, was Du davon halten würdest *lach*…. alles was Du schreibst/beschreibst kann ich komplett nachvollziehen. Ach nee, nachvollziehen ist ein doofes Wort dafür, es beschreibt nicht im Geringsten das, was ich empfand, als ich Deine Zeilen las. Sagen wir es so, ich fühlte mich alledem sehr verbunden und habe wirklich ganz viel darüber nachgedacht. Da mein Kopf jetzt ziemlich voll mit diesen Gedanken ist, kann es sein, dass dieser Kommentar auch ein bisschen wirr geschrieben ist. Ich hoffe, Du verstehst dennoch was ich meine.

    Ich würde mich selbst als absolut authentischen Menschen beschreiben. Auch für mich ist das ein Lebensmotto. So etwas wie das Credo an mich selbst. Wenn ich etwas sage, dann meine ich das so. Punkt. Wenn ich etwas tue, dann weil ich das will. So lebe ich, so liebe ich, so hasse ich und so rede ich. Das heißt aber nicht, dass ich dabei furchtbar rebellisch oder unangepasst bin. Aber ich bin eben ich und niemand anderes.

    Ich finde es ziemlich schrecklich oder besser gesagt ganz traurig, wenn Menschen sich verstellen. Eventuell weil sie jemand anderes sein wollen, der sie eigentlich sind. Mit diesen Menschen kann ich ehrlich gesagt auch nur ganz wenig anfangen. Ich möchte meine Zeit mit Originalen und nicht mit Kopien verbringen, wenn Du verstehst was ich meine.

    Ich glaube, dass Authentizität auch ein ganz großes Stück zum eigenen Lebensglück beiträgt. Wie soll man dieses denn sonst empfinden, wenn man nicht ehrlich und echt zu sich selbst und auch zu anderen ist?

    Wobei ich schon auch zugeben muss, dass es mir nicht in allen Bereichen gelingt. Ich habe ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Denn zum wirklich authentischen Leben gehört auch viel Mut, das fehlt mir manchmal, zumindest wenn es darum geht, neue Wege im Leben einzuschlagen. Brücken abzubrechen – neue Wege gehen. Das ist ein Punkt, wo ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss.

    Da ich das Thema wirklich spannend und deshalb wäre ich total froh, wenn ich davon noch mehr erfahren dürfte. Gerade dann, wenn es vielleicht hilft, an meinem eigenen "Problem" ein bisschen zu arbeiten.

    Tolle Fotos übrigens und eine tolle Decke.

    Ganz liebe Grüße und vieeeeeelen Dank für diesen tollen Post,
    Pamela

  • Reply
    FrauAlberta
    30. Januar 2015 at 6:20

    Gutes Thema. Und wahrlich eine der größten Herausforderungen im Leben/ in meinen Leben. Authenzität braucht für mich erstmal Ruhe und Langsamkeit, denn bevor ich leben kann was ich bin muss ich erstmal wissen wer und was ich bin. Sich diese Ruhe und Langsamkeit zu gönnen braucht erstmal Entscheidungen und Wille… So ein spanndes und gut-philosophierbares Thema 🙂
    Die Decke ist toll!!!
    Liebe Grüße
    Anika

  • Reply
    radattel
    30. Januar 2015 at 7:55

    …so schöne Bilder…immer und immer wieder…
    und Dein Text – mmmh, was im Leben geht eigentlich ohne Authenzität gut?
    manchmal lässt man sich vielleicht von zu vielen Dingen ablenken, will zu viel auf einmal, sieht so viele Dinge die schön scheinen…vielleicht hilft auch erstmal ein anderes Motto weiter…meins ist dann – Dankbarkeit, auch für ganz kleine alltägliche Dinge…Deine Bilder strahlen ganz viel Ruhe, Sicherheit, Angekommensein aus…das wünsch ich Dir, auch tief in Dir drin, hab einen guten Tag, marit

  • Reply
    Steffi
    30. Januar 2015 at 13:24

    Ein wirklich schöner Post – sowohl der Text als auch die Bilder. Ich bin gespannt, was du hier weiterhin mit uns zum Thema teilst. Spannend ist es allemal und regt zum Nachdenken an! Danke dafür 🙂

    Lieber Gruß
    Steffi

  • Reply
    MM
    2. Februar 2015 at 12:20

    Hach, was für ein schöner Post! Ich hab deinen Blog über Lillestoff gefunden und mich gerade kreuz und quer durchgelesen, gefällt mir sehr gut, weiter so!!!

    Ich denke du sprichst mit der Authenzität etwas an, was viele Leute immer stärker suchen. Hat auch was mit der immer größeren DIY-Scene und den Blogs zutun, wir wollen eben nicht mehr von der Stange und alles Oberflächlich haben. Hatten wir lange genug und Glücklich hat es nicht gemacht, dem Leben auch keinen größeren Sinn vermittelt. Also was dann? Näher ans eigenen Ich, an die eigenen Ideen und Vorstellungen…

    Hab gerade nicht so viel Zeit, mein krankes Baby wird wohl gleich wieder wach. Aber dein Post trifft es so wunderbar, worüber ich für mich auch immer wieder nachdenke… Gerade gestern angeregt durch meinen Cousin, 5 Jahre nicht gesehen, gerade aus Chile wiedergekehrt (4 Jahre war er weg) und jetzt weiß er, was er (erstmal) vom Leben will und beginnt trotz Uniplänen anderer lieber eine Landwirtschaftsausbildung – und es tat so gut mit ihm zu reden!!! Wünsche dir auch so einen tollen Gesprächspartner für die Suchen nach den eigenen Wünschen und Sehnsüchten!!!
    Alles Liebe,
    Maria von Mäusemode

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