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Das Leben eben Familie

Mein Familienrezept für Lebkuchenplätzchen

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Wir haben es endlich geschafft – es gibt Plätzchen und zwar nur für uns. Okay, ich gebe es zu, WIR ist in diesem Zusammenhang mehr eine sehr verallgemeinernde Plattitüde – Herr S. war nämlich derjenige, der fleißig in der Küche stand (aber ich habe eine Entschuldigung, ich war die letzten Tage krank, so richtig. Und Ihr dürft jetzt alle Mitleid haben. So.).

Lebkuchenplätzchen sind für mich DIE Weihnachtskekse schlechthin. Ich brauche nichts anderes. Ein Kilo (das ist ein Schätzwert, es darf auch gern mehr sein…) davon und ich bin im kulinarischen Vorweihnachtshimmel. Vanillekipferl, Springerle, Makronen, Spritzgebäck, Kringel oder andere Artverwandten sind ja alles ganz nett – aber liegen Lebkuchenkekse daneben, sind die anderen leider völlig aus dem Rennen geflogen. Ausgestochen sozusagen.

Nun sind Rezepte für Lebkuchen in jedweder Form zu Hauf in Büchern, Magazinen, Foren, Blogs und allgemein im Internet zu finden und bei allen anderen Themen bin ich gern bereit, Neues auszuprobieren oder gar dazu zu lernen. Aber nicht bei meinen Weihnachtskeksen – da verstehe ich keinen Spaß, da kenne ich nix. Der Teig dafür wird genau nach dem einen Familienrezept hergestellt, welches schon in frühen Jahren meinen Bruder und mich um den Küchentisch vereint hat – im Unterhemd, das Gesicht und die Hände voller Mehl, glückkeksselig in die Kamera lächelnd.

Familienrezepte behält man ja in der Regel für sich, macht ein großes Geheimnis daraus und vererbt sie irgendwann, wenn die Zeit reif und der perfekte Zeitpunkt gekommen ist, auf einem handgeschriebenen, zerknitterten und möglichst vergilbten Zettel seinen Nachfahren. Aber Freude soll man ja bekanntlich teilen (und ich freue mich jedes Jahr wie wild über diese Plätzchen), den vergilbten und verknitterten Teil müsst Ihr Euch einfach dazu denken.

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Rezept Lebkuchenplätzchen

Zutaten

  • 500g Mehl
  • 140g Butter
  • Zucker
  • 130g Honig
  • 2 Eier
  • etwas mehr als ein halbes Glas Zuckerrübensirup (wie das mit Familienrezepten so ist, gibt es nicht immer wirklich verständliche Mengenangaben; gemeint sind ca. 250-300g)
  • Pottasche und Hirschhornsalz (ungefähr jeweils einen TL, aber das muss man nach Gefühl machen; wer kein Hirschhornsalz verwenden will, kann Natron nehmen)
  • abgeriebene Zitronen- und Orangenschale (entweder frisch oder aus dem Backbedarf)
  • 1 Beutel Lebkuchengewürz
  • 1EL Zimt
  • 2EL Kakao
  • 1/2 EL gemahlene Nelken

Zubereitung

Ihr stellt einen Topf auf die Waage und diese auf Null. Dann gebt Ihr Honig und Zuckerrübensirup dazu und füllt das Ganze mit Zucker auf, bis die Waage bei 400 g steht. (jaaaaa, ich könnte  auch in das Rezept schreiben, dass Ihr ungefähr 20-50 g Zucker braucht, aber … richtig … Familienrezept!)

Nun wird das Ganze auf dem Herd flüssig gemacht. Butter ebenfalls schmelzen und alles zusammen mit dem Mehl vermengen. Eier und Gewürze hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten. Diesen abgedeckt 1-2 Tage kühl stehen lassen.

Anschließend portionsweise ausrollen und los geht’s!

Die ausgestochenen Kekse anschließend bei 180°C 10-15 min. backen lassen.

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Apropos Ausstecher:

Ich weiß ja nicht, wie Ihr Eure Ausstecher verwahrt; bei uns wurden sie bisher lieblos in einen viel zu kleinen Schuhkarton gequetscht. Da der Platz mit zunehmender Anzahl und zunehmender Größe (wisst Ihr eigentlich, wie groß ein Elchausstecher sein kann???) leider nicht ebenfalls größer wurde, gab es zu guter Letzt (also ungefähr die letzten drei bis vier Jahre) ein heilloses Durcheinander in einer IKEA-Plastikbox – zusammen mit Muffinförmchen, einer Spritztülle, Gebäcktüten und einer Brotform. Ähm ja… Deswegen habe ich heute Vormittag endlich mal zwei hübsche Beutel genäht, in denen vorerst genügend Stauraum ist sein sollte.

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So, ich hoffe, Ihr habt jetzt ordentlich Appetit bekommen, ich glaub, ich muss mal eben noch eine Portion verdrücken. Ich bin mir sicher, das hilft auch gegen Halsweh (jaha, immer noch Mitleid!)…

Carolin

Das passt dazu...

8 Comments

  • Reply
    Henry Anura
    11. Dezember 2014 at 17:45

    Danke für das tolle Rezept, da weiß ich, was ich morgen bei diesem scheußlichen Wetter mache. Wie machst du die Glasur? Eiweiß und Puderzucker?

    • Reply
      Carolin Schubert
      12. Dezember 2014 at 11:16

      Ja, ich hab einfach ein Eiweiß genommen und soviel Puderzucker, bis ich es fest genug fand :-).

  • Reply
    Marietta
    11. Dezember 2014 at 18:09

    Erstmal gute Besserung.
    Danke, dass du dein Familienrezept mit uns teilst. Klingt sehr lecker. Blöd ist nur, das der Teig 1-2 Tage ruhen soll. Wie soll ich das nur aushalten?
    Lieben Gruß
    Marietta

  • Reply
    I♥JoJuJanna
    11. Dezember 2014 at 20:20

    Schauen sehr lecker aus, Eure Lebkuchen! Dankeschön fürs Rezept! Und Dir gute Besserung!
    ♥lich, Carmen

  • Reply
    Sonja Diederichs
    11. Dezember 2014 at 20:55

    Mmmhhh lecker!
    Ich hab auch gestern ein Familienrezept von mir ausge"plaudert".
    Hab bei mir im Blog auch ne Linkparty: Wir warten aufs Christkind! Da würden deine Plätzchen auch hervorragend reinpassen.
    Schau doch mal vorbei.
    LG Sonja von
    Mitten-ins-nadeloehr.blogspot.de

  • Reply
    petitmariette
    11. Dezember 2014 at 21:22

    Danke für Dein Rezept, ich werde es testen. Und wenn es so super ist wie mein BEST Lebkuchenrezet EVER. dann kommt es alle Jahre wieder in meine Weihnachtsbäckerei. LG Alex

  • Reply
    JOs Creativ
    12. Dezember 2014 at 8:02

    Euer Familienrezept werde ich bestimmt testen, ein wenig Zeit bleibt mir ja noch
    LG Janine

  • Reply
    Adventkalender Woche 2 | made with Blümchen
    9. Dezember 2016 at 12:48

    […] haben wir gleich gut zum Backen brauchen können! Wir haben nämlich Carolins (The Blogbook) Familienrezept für Lebkuchenplätzchen […]

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