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Alle Jahre wieder… DIY Geschenkanhänger

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… kommt die Adventszeit und mit Ihr unweigerlich der sogenannte Weihnachtsvorbereitungsstress. Ein Wort, was meiner Meinung nach amtlich verboten gehört! Wenn ich denn da was mitzureden hätte. Jaja, ich will mich da gar nicht rausnehmen, auch ich verfalle jedes Jahr wieder – zumindest kurzzeitig – in ein gewisses Stresskoma angesichts all der Dinge, die ich doch machen WOLLTE, aber (schon wieder) NICHT getan und/oder geschafft habe. Erst gestern, als ich hier stundenlang an den Feinheiten meiner Adventskalenderanhängerkärtchen (tolles Wort, wa?) rumgepopelt habe, weil die Kurven und Linien eben noch nicht so 300% waren, wie ich sie gern hätte. Das Ergebnis: schöne Kärtchen, dafür Augenringe, die noch schwärzer sind als sowieso schon und meine Kinder, die mit Papa allein die Herrnhuter Weihnachtssterne aufgehangen haben (was hier immer ein großes Ereignis ist)…

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Der lateinische Begriff „adventus“, von dem sich unser Advent ableitet, bedeutet Ankunft. Gemeint ist die Ankunft des Christkindes (nicht desjenigen, das die Weihnachtsgeschenke bringt!) zu Weihnachten – Advent ist also erstmal Wartezeit. Gut, warten kann schon mal langweilig werden und irgendwie muss man sich ja die Zeit vertun. Und wenn sich hoher Besuch ankündigt – das Wort Advent und das griechische epiphaneia hatten ursprünglich dieselbe oder zumindest eine ähnliche Bedeutung (nämlich „Erscheinung“, wie man es zum Beispiel für Staatsbesuch oder der Ankunft eines Königs verwendete) – jaaa, da kann man auch schon mal in Stress verfallen (Ihr wisst schon, das gute Geschirr aufdecken, auch hinter den Büchern mal Staub wischen und die eine Flurwand streichen, die schon seit Jahren hätte mal gemacht werden müssen [letzteres hat mein Mann übrigens gestern Abend gemacht…]).

Ist das nicht eigentlich total bekloppt? Ich sag mal ganz laut ja! Nicht das Schmücken und Dekorieren, nicht das Selbermachen, nicht das Kekse backen und Rezepte probieren, nicht das Adventskalender basteln, nicht das Geschenke besorgen und einpacken (egal zu welchem Zeitpunkt!). Bekloppt daran ist, dass es ein Wettbewerb wird. Dass man sich dafür entschuldigt, es nicht noch früher, noch eher, noch besser und noch schöner hinbekommen zu haben. Oder eben dafür, dass man all das gemacht hat. Dass man Weihnachten doof oder sogar richtig scheiße findet, weil es Druck und kommerzieller Wahn bedeutet, man den eigentlichen Sinn aus den Augen verliert und sich nicht anders zu helfen weiß als mit Totalverweigerung. Dass man die Freude und Gelassenheit daran verliert, andere zu beschenken und Understatement („Bei uns gibt’s nur eine Kerze, Punkt!“) zum guten Ton gehört. Oder dass man eben zwei Stunden lang überlegt, ob die Kurven eines Adventsanhängers zwei oder drei Rasterkästchen breit sein sollen…

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Ich habe gestern DIESEN schönen Beitrag von Nic gelesen (ich las ihn übrigens, WÄHREND ich an genau diesen oben besagten Kurven saß :-D) und mich hat er gestern Abend wieder etwas geerdet. Aber ich möchte noch etwas dazu ergänzen. Weihnachten ist für mich ein Fest der Freude und Freiheit und die sollten wir nicht nur selbst empfinden, sondern auch den anderen lassen. Bastelt, schmückt, backt und beschenkt, was das Zeug hält. Wenn Ihr es nicht machen wollt, lasst es – es ist gut. Wenn Ihr andere mit Blogposts und Ideen inspirieren wollt – wie großartig! Macht das! Und wenn Ihr dazu keine Lust habt, dann lasst es – denn auch das ist gut! Wir sollten mit zwei Dingen aufhören: WeihnachtsvorbereitungsSTRESS und WeihnachtsvorbereitungsZWANG. Ich bin stattdessen für WeihnachtsvorbereitungsFREUDE.

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Ich schließe mich da natürlich vollkommen mit ein und habe – gestärkt durch die Erfahrung gestern – beschlossen, dass ich dieses Mal der Typ Mittelding bin (ist ja sonst nicht so mein Fall, also generell gesehen). Ich werde also basteln, schenken, backen, dekorieren und hoffentlich auch ein wenig inspirieren – deswegen habe ich die Anhänger, die ich für unseren Adventskalender entworfen habe,  für Euch als Plotterdatei (.dxf-Format) und zum Ausdrucken (.pdf-Format) als Download hinterlegt. Hier geht es zum Download: KLICK. (Sie funktionieren übrigens auch ganz prima als Geschenkanhänger, wenn man sie aus buntem Papier schneiden lässt – gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das ist WeihnachtsvorbereitungsEFFIZIENZ ;-)).

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Aber vor allem werde ich versuchen, die Adventszeit mit allen Sinnen zu genießen!
Ich bin gespannt, was Ihr zu all dem sagt?!

Liebe Grüße,
Carolin

Das passt dazu...

11 Comments

  • Reply
    DreiPunkteWerk
    26. November 2014 at 15:19

    Gut auf den Punkt gebracht. Ich empfehle noch zusätzlich den heutigen Beitrag von Liebesbotschaft!
    LG,
    Kathrin

  • Reply
    Naebutikk
    26. November 2014 at 18:04

    Ich habe beschlossen dieses Jahr einfach den Stress, Stress sein zu lassen und mich nicht neu inspieren lassen zu müssen, sondern einfach mit dem Schmücke und dekoriere, was ich da habe. Lediglich den Untergrund für den "Adventskranz" habe ich neu angeschafft und natürlich werden ich auch neues Tannengrün und neue Kerzen verwenden, aber sonst nichts neu hinzufügen, denn die Kisten mit Weihnachtskram sind voll. Auch werde ich mich an Nikolaus auf das ursprüngliche beschränken und hoffentlich genügend Zeit zum Inhalte und Kekse backen (und Essen) haben. Noch ist hier im Haus nichts weihnachtlich, aber das wird es noch.
    Achja und viele DIY Ideen beachte ich einfach garnicht, das nimmt mir nämlich viel Druck und Stress raus 😉

  • Reply
    Sarah
    26. November 2014 at 18:17

    Sehr schöner Beitrag – das gleiche habe ich gestern auch schon bei luziapimpinella kommentiert. Ich blogge mittlerweile selber und freue mich doch noch etwas der ansonsten gerade so verbreiteten "Advents-Weihnachts-Deko-Kalender-Geschenke-Stimmungs-Vorbereitungs-" Posts Entgegengesetztes zu lesen (bei meinem eigenen Beitrag gestern dachte ich zunächst ich wäre die einzige, die irgendwie noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung kommt…).
    Dein Pullover wird übrigens nach wie vor sehr gerne getragen 🙂 – und die Sterne darauf reichen doch auch vorerst an Weihnachts-Winter-Kram, oder? 😀
    LG, Sarah

  • Reply
    schokoli
    26. November 2014 at 18:18

    Hast du toll geschrieben. Momentan geht eh der Trend zu"höher, weiter, schneller"…. Ich lasse mich bloß gut nicht anstecken. Ich habe seit Jahren paar echt nette Weihnachtsstickdateien und schaffe sie jedes ja nicht zu sticken, irgendwann, ja irgendwann schaff ich das. Geschenketechnisch bin ich ziemlich entspannt, weil ich verschenke hauptsächlich nur selbstgemachtes und es gibt nicht viele die es zu schätzen wissen, deswegen habe ich mich auch die wenigen beschränkt dich sich darüber freuen, dass ich mir Gedanken gemacht habe und mir die Zeit genommen haben um Ihnen eine Freude zu machen. Ich habe wieder vor Weihnachten Urlaub, um mich treiben zu lassen, die freie Zeit zu genießen, soziale Kontakte zu pflegen und zu werkeln.
    Hab eine schöne Adventszeit, genieße sie 🙂

  • Reply
    Astrid Ka
    26. November 2014 at 20:26

    Schön! Toleranz & Wohlwollen fände ich in der Adventsfrage dringend angebracht: Wer es mag, dekoriert so viel, wie er/sie will, wer nicht lässt es sein und keiner bringt sich gegenseitig in Rechtfertigungsdruck. Ich finde diesen Vereinheitlichungszwang, der schon mal auch in Bloggerland herrscht, krank…
    GLG
    Astrid

  • Reply
    Rosa Rumpetrolls Rike - Leben und Nähen in Norwegen
    27. November 2014 at 10:51

    !!!! 🙂 !!!!! jawoll !!!

    hjertelig hilsen og rolig jul !

  • Reply
    Jasmin G.
    28. November 2014 at 19:23

    Sehr schön geschrieben.
    Ich habe mich mittlerweile von diesem Zwang gelöst. Was ich schaffe, schaffe ich; was nicht, das nicht.
    Das einzige, was mir wirklich wichtig ist: das Plätzchen backen mit meinen Jungs 🙂 Und das wird auch umgesetzt, weil ich damit schöne Kindheitserinnerungen verbinde (Backen mit Ömschn <3)
    LG Jasmin

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