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Das Leben als solches

Das Leben als solches #14 [Platzmangel?]

Im letzten Jahr fantasierte ich mit einer Bekannten in einer Unterhaltung, was wir mit einem Gewinn von einer Million Euro täten. Autos, Klamotten, Urlaub, Umbauten am Haus. „Wenn dann noch was überbleibt, würde ich vielleicht was abgeben“, meinte sie. Ihr würde schließlich auch keiner was schenken…

Vor anderthalb Wochen hatte ich einen Termin. Während unseres Gesprächs sagte die Dame, die mir gegenüber – hinter ihrem Schreibtisch verschanzt – saß, dass eine regelmäßige Spende – welher Art auch immer – doch wirklich eine ideologische Angelegenheit sei, die man sich erst ab einem gewissen Einkommen (was beide verdienen müssten) leisten könne…

Gestern las ich im Internet auf dem Blogportal einer namenhaften Zeitung einen Artikel, der sich unter anderem die Frage stellte, wie viel Platz noch übrig ist. In unserem Kopf, in unserem Land. Ich füge hinzu: auf unserem Konto…

Immer sich selbst der Nächste, mir schenkt schließlich auch keiner was. Großzügigkeit ist doch nur etwas für den, der es sich leisten kann. Platz machen für andere – wieso? Was wollen all diese fremden Menschen in unserem Land, die uns doch sowieso nur die Arbeit wegnehmen, die den Terrorismus mitbringen und völlig überholte, soziale Ansichten haben?! Die sind doch alle ungebildet, sprechen unsere Sprache nicht, wollen sich nicht integrieren.

Sind wir für deren Krieg verantwortlich?

Sind wir für die Armut fremder Kinder verantwortlich?

Sind wir dafür verantwortlich zu helfen, wenn andere in Not sind?

 Haben wir überhaupt noch Platz? In unseren Köpfen, in unserem Land? Ich füge hinzu: auf unserem Konto?

Ich stelle mir vor, was die Menschen am Sonntag, den 09.11. vor 25 Jahren gesagt haben könnten. Als in einer Nacht mehr als 20.000 Menschen die offene Grenze von Ost- nach Westdeutschland passierten. Was wollen all diese fremden Menschen in unserem Land? Wollen sie uns die Arbeit wegnehmen, ihre überholten sozial(istischen) Ideen verbreiten? Die sprechen doch gar nicht unsere Sprache, die haben doch keine Ahnung von nichts.

Sind wir für deren politische Unterdrückung verantwortlich?

Können wir etwas dafür, dass es im Osten „nichts gab“?

Sind wir dafür verantwortlich zu helfen, wenn andere in Not sind?

 Haben wir überhaupt noch Platz? In unseren Köpfen? In UNSEREM Land? Ich füge hinzu: auf unserem Konto?

Letztes Jahr lasen wir von Freunden, die ein Flüchtlingslager in Berlin besuchten und dabei unter anderem mehrere hochschwangere Frauen kennen lernten, die kurz vor der Entbindung standen und keinerlei Ausstattung für die ersten Wochen hatten. Wir schickten daraufhin ein großes Paket – bei drei Kindern hatte sich so einiges an Babykleidung und -ausstattung angesammelt.

Vor ein paar Tagen telefonierte ich mit einer Freundin. Wir sprachen über ihren Plan, Winterkleidung und Ausstattung für Kinder an eine Flüchtlingsunterkunft zu spenden, die in ihrem Ort in einer Turnhalle eröffnet werden soll.

Gestern habe ich eine Email geschrieben – an die Landesaufnahmebehörde – mit der Bitte um weitere Informationen. Das hat mich genau eine Minute Zeit gekostet.

Machen wir Platz! In unseren Köpfen! In unserem Land! Auf unserem Konto. Ich füge hinzu: in unserem Herzen.

Das passt dazu...

23 Comments

  • Reply
    Pamela {enemenemeins}
    7. November 2014 at 9:28

    Danke! Und das tolle ist: Da draußen, da gibt es weit mehr Menschen die Platz in Herz und Kopf machen! Ich erlebe es gerade hier – nach einiger rechter Hetze in einer Facebook Gruppe rund um meinen Heimatort hat sich ein Kreis engagierter Bürger zusammengeschlossen, die nun ganz konkret mit anpacken für diese geplante Flüchtlingsunterkunft! Egal welche Partei, welche Organisation, welchen Alters – das hat eine so beeindruckende Dynamik bekommen und selbst wenn der Notfallplan nicht greift und all diese Menschen nicht in der Turnhalle untergebracht werden müssen, so kann man sich sicher sein, dass aus dieser Idee heraus etwas Gutes für die bereits im Landkreis angekommenen Menschen entsteht und man seine eigene Perspektive verändert hat.

    Liebe Grüße
    Pamela

  • Reply
    martina
    7. November 2014 at 9:28

    Ach meine Liebe, solche Posts sind genau die, die ich lesen möchte… mir fehlt gerade nur leider die Zeit für solche Gedankengänge!!!
    Doch auch ich versuche immer wieder Platz zu machen. Über all, vor allem in meinem Kopf. Manchmal fällt mir das leicht, manchmal fällt mir das sehr sehr schwer.
    Ich habe vor zwei Jahren mal versucht, Winterkleidung an Frauenhäuser und/oder "Die Arche" zu spenden. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Die Klamotten durften KEINEN einzigen Fleck haben, sie mussten noch tadellos sein. Da frag ich mich doch ehrlich: Wie groß muss Not sein, wenn man noch solche Ansprüche stellen darf/kann?! Ich war gelinde gesagt geschockt. Denn auch meine Kinder ziehen Klamotten mit Flecken an. Manchmal ist das halt so.
    Dieses Jahr versuche ich es dennoch wieder. Mal sehen, ob die Flüchtlinge aus Syrien und sonst woher auch so penibel sind oder ob es ihnen einfach nur wichtig ist (wie mir auch) dass ihre Kinder warme Sachen haben.

    Ich bin auch für Platzmachen, überall! Aber ich möchte auch, dass die anderen bereit sind und Platz machen. Dann wird alles gut!
    In diesem Sinne ein sonniges Wochenende!
    Liebe Grüße
    Martina.

    • Reply
      Pamela {enemenemeins}
      7. November 2014 at 9:36

      Liebe Martina,

      oft sind es nicht die betroffenen Menschen die »penibel« sind, sondern die Organisationen versuchen auszusieben um eben Menschen abzuhalten ihren »Müll« zu entsorgen. Ein paar Flecken wären sicher nicht das Problem, aber überschwemmt von verschlissener Kleidung sind die Organisationen oft dazu gezwungen so rigide Regeln aufzustellen. Ärgern musst du dich also eigentlich über die die denken Dinge die sie eben nicht mehr ihren eigenen Kindern anziehen würden, wären gut genug für andere.

      Die Flüchtlinge die direkt aus Italien kommen, oft nur mit einer Plastiktüte und ein paar Flip Flops an den Füßen, die werden nicht so kritisch sein. Und ganz ehrlich: Ich kann es Italien schon fast nicht verdenken, dass man dort (zum Thema die anderen sollen auch Platz machen) den angekommenen Flüchtlingen ein paar 100 Euro in die Hand drückt und sagt: Geht nach Deutschland! Gerade Italien und Spanien haben gerade ganz andere Mengen an Menschen zu bewältigen.

      Herzliche Grüße
      Pamela

    • Reply
      martina
      7. November 2014 at 9:46

      Liebe Pamela. Ich weiß darum schon. Aber ich ärgere mich dennoch darüber. In einer Gesellschaft in der alles nur noch zum Wegwerfen erzogen wird muss man sich nicht wundern, wenn unsere Kinder auch keine klaren Gedanken mehr fassen können. Weißt Du dann muss man sich die Sachen halt vorher anschauen.
      Und um die Situation in Spanien und Italien weiß ich und das seh ich genauso. Europa=mitgehangen, mitgefangen!
      Wobei ich da auch immer wieder ganz klar die Meinung vertrete, dass nur Aufnehmen bringt einen auch nicht weiter. Die Probleme müssen vor Ort gelöst werden… Aber das sind abendfüllende Themen 😉

      Liebe Grüße
      Martina.

  • Reply
    Tessa von KÖNIGkind
    7. November 2014 at 9:35

    Liebe Carolin,

    wie schön geschrieben – und wie wahr!
    Ich habe gelernt, je weniger ich mich um mich selbst drehe, um so glücklicher und zufriedener bin ich. Je mehr ich teile, um so reicher werde ich.

    Danke für diese Zeilen!

    Herzlichst,
    Tessa

  • Reply
    Mademoiselle Pfingstspatz...
    7. November 2014 at 9:55

    <3

  • Reply
    Micha
    7. November 2014 at 10:06

    Ich mache auch immer wieder gerne Platz. Ich habe schon an viele Menschen meine Sachen weitergegeben. Manche haben sich sehr gefreut und tragen die Sachen sehr gerne. Von anderen habe ich nie wieder was gehört. Mir geht es dabei nicht um Anerkennung oder Dankbarkeit. Ich freue mich einfach wenn gute Sachen noch eine Verwendung finden.
    So habe ich mir in den letzten Wochen Gedanken darüber gemacht, dass ich gerne lokale Organisationen unterstützen möchte. Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute so nah liegt. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und habe die örtliche Kleiderkammer gefunden. Leider habe ich die falsche Anschrift gefunden. Dachverband und Kleiderkammer liegen an 2 verschiedenen Stellen im Ort. In der Geschäftsstelle wurde ich dann sowas von "ich störe" behandelt. Naja,wenn es sein muss dann nehmen wir die Sachen halt an und müssen uns dann wohl oder übel drum kümmern dass die 2 großen gefüllten Taschen in die Kleiderkammer kommen. Ganz ehrlich war ich so geschockt, dass ich einfach nur mit meinem Mann wieder gegangen bin. Wie gesagt, ich erwarte keinen Kniefall, aber sowas auch nicht.
    Danach habe ich mich weiter auf die Suche nach einer anderen Organisation gegangen und beim Frauenhaus in der Nachbarstadt gelandet. Dort hatte ich vorab ein tolles Telefongespräch mit einer sehr netten Dame und wir haben alles wichtige besprochen. Mein nächstes Päckchen zuviel in meinem Kleiderschrank geht also dahin. In meinem Beruf treffe ich auf viele Menschen die Hilfe und Unterstützung brauchen. Lokal vor Ort. Wir können nicht alles beeinflussen, aber allein so ein Post ist ein kleiner Teil der hilft – nachzudenken, anzuregen, auszutauschen. Danke dir dafür!
    LG Micha

  • Reply
    schneidern meistern
    7. November 2014 at 10:13

    Liebe Caro,
    wie schön.
    Ich muss da an die Aktion "Weihnachten im Schukarton" denken, an der ich gerne teilnehme und bei dem Gedanken an dieses Kind, dass meinen Karton aufmacht und sich hoffentlich über die liebevoll ausgesuchten Sachen freut, jedesmal weinen muss und es mir ein riesengroßes Glücksgefühl im Herzen aufmacht – gerade auch über meinen Sohn, der noch nicht weiß, wie gut er es hat, auch wenn er wütend ist, dass er nicht noch mehr Gummibärchen bekommt.
    Gerade das macht viel Platz für das eigene Glück im Herzen.
    Liebe Grüße
    Monika

  • Reply
    Annika
    7. November 2014 at 10:53

    Was für ein schöner Post. Und so unglaublich treffend. In letzter Zeit hab ich immer wieder so halb versteckte fremdenfeindliche Sprüche gehört. Die kommen doch nur zum Schnorren, Wollen nur unser Sozialsystem ausnützen etc. Ich war dann jedes Mal so perplex, dass ich gar nichts dagegen sagen konnte. In meiner Familie und in meinem Freundeskreis war immer klar, dass man helfen und offen sein muss. Solche Sprüche dann von ganz "normalen" Menschen zu hören, hat mich völlig auf dem falschen Fuß getroffen und ich wusste gar nicht was ich sagen soll, so baff war ich. Danach war ich dann am meisten auf mich sauer, weil ich den Mund nicht aufgemacht hab.
    Wie Monika beteilige auch ich mich seit Jahren bei Weihnachten im Schuhkarton und wie du gehen mir die armen Flüchtlinge nicht aus dem Kopf und hab da schon seit längerem ein Projekt im Hinterkopf. Wird Zeit dass ich das mal angehe. Danke für den Denkanstoß!
    LG Annika

  • Reply
    Dagmar
    7. November 2014 at 11:47

    Liebe Caro,

    Wahnsinn-ich liebe Deine Posts! Ja, Platz im Herzen….ich erlebe es ganz oft, wie wichtig es wäre und wie oft auch die ganz kleinen Dinge großes Bewirken!!!
    Ich hoffe, Deinen Post lesen ganz viele!

    Dicken Drücker Dagmar

  • Reply
    Anonym
    7. November 2014 at 12:40

    Wenn ich mein Konto überziehe, dann bestimmt nicht wegen kleiner regelmäßiger Spenden für Menschen, die Hilfe brauchen. Dann liegt das sicher an Dingen, die ich haben wollte, aber nicht wirklich brauche!
    JA, wir (jedenfalls viele von "uns") haben Platz auf unserem Konto! UND wir haben Platz in unserem Land! Aber in unseren Köpfen, in unserem Herzen?? Hoffentlich immer mehr!
    Vielen Dank für so einen tollen Beitrag!
    Herzliche Grüße
    Simone

  • Reply
    Astrid Ka
    7. November 2014 at 13:04

    Genau so! Nach 25 Jahren sollten wir Kopf & Herz wieder mal entmüllen…
    GLG
    Astrid

  • Reply
    Kathrin
    7. November 2014 at 13:09

    Liebe Caro,
    danke für deine Worte. Ich kann allem nur zustimmen und ergänzen: Platz schaffen ist ungemütlich, erfordert Kraft und muss immer wieder geschehen. Ich muss hier täglich die Bude aufräumen, wenn die Kinder im Bett sind. Genauso täglich muss ich mein Herz aufräumen, um es offen für andere Menschen zu machen. Je mehr ich mich um mich selber drehe, desto enger und kleiner wird es. Je großzügiger ich mit mir, anderen, meinem Platz, meiner Zeit, meinem Geld umgehe, desto größer wird mein Herz, desto reicher werde ich selber. Vielleicht nicht auf dem Konto, aber doch in allen anderen Bereichen.

  • Reply
    Antje
    7. November 2014 at 16:27

    Vielen, vielen Dank!
    Ich treffe in letzter Zeit viel zu häufig auf Menschen, die ihr Herz verschließen – da tut es soooo gut, auch mal andere Menschen zu erleben!
    Liebe Grüße
    Antje

  • Reply
    Naebutikk
    7. November 2014 at 18:53

    Danke für deine Zeilen und deinen Aufruf! Teilen tut so gut und oft tun wir es zu wenig, dabei gewinnen wir doch auch durchs teilen….
    Schade, dass vieles nicht mehr selbstverständlich ist und unsere Gesellschaft immer weniger Platz in ihren Herzen für andere Menschen und deren Wohlergehen hat.

    Wenn du (oder jemand anderes) eine Organisation weiß, die gebrauchte, gut erhaltene Kinderkleidung gebrauchen können, dann lass(t) es mich bitte wissen – ich habe noch einiges abzugeben.

  • Reply
    lotta-sonnenschein
    7. November 2014 at 20:05

    Danke für deine tollen Worte!

  • Reply
    Freu-Zeit
    7. November 2014 at 20:05

    Liebe Carolin,
    Deine Zeilen berühren mich sehr. Wie oft drehe ich mich auch nur um mich und meine Familie, bin wie blind gegenüber der Not anderer … Manchmal ist es nicht leicht, meinen Nächsten, der in Not ist, zu lieben wie mich selbst, weil das auch "Opfer" von mir fordert. Dabei sind wir in der glücklichen Lage, recht leicht abgeben und miteinander teilen zu können. Das immer wieder zu üben und dabei selbst dankbarer zu werden, dazu motiviert mich dein Post …
    Und bei Weihnachten im Schuhkarton machen wir auch mit 😉
    Es grüßt dich Doro

  • Reply
    FrauAlberta
    8. November 2014 at 7:04

    "Platz im Herzen machen"… welch wunderbaren Worte. Denn wenn ich zuerst Platz im Herzen mache, dann folgt auch Platz auf meinem Konto, in meinem Kopf, in meiner Stadt, in meinem Einkaufswagen,…
    Liebe Caro, danke für diesen Post. Der erweitert gerade den Platz mehr…

  • Reply
    Rosa Rumpetrolls Rike - Leben und Nähen in Norwegen
    8. November 2014 at 10:06

    sorry, schreibe jetzt einfach mal von der leber weg. toller beitrag!! und hättest du noch ein wenig recherchiert oder auf antwort gewartet und hier dann konkrete infos, links ect. zu adressen, anlaufstellen usw. reingepackt, wäre es auch ein beitrag mit nutzwert und effekt gewesen!!!! so kommentieren die meisten und machen dann ……???????????????? NIX. behaupte ich mal. ich hoffe auch – eigentlich GLAUBE!!! ich daran, du schreibst die wahrhaftige wahrheit. normalerweise macht mann…frau…einfach und schreibt nicht drüber … auch wenn es ein wichtiger anstoß für andere wäre. aber dazu braucht es KONKRETES.
    ok. hier (norge) sieht asylpolitik anders aus. nix "heim und isolationsgewohne". alle wohnen mit und bei und mittendrin. so sieht jeder nicht "blinde" die bedürfnisse sofort und helfen ist viiiiiiiiiel leichter und einfacher. und hört bei kleidung und finanziellem nicht auf.
    ja, sorry. aber dieses "charity"- verkündungsschreiben ist ja z.zt. schon fast inflationär unter DEN bloggern.
    liebe carolin, ich halte DICH für authentisch. bei vielen anderen geht es MIR da eben viel anders. und daher auch dieser spontan-ausbruch. da kotzt mich diese art des kommentareinfangen einfach nur an!!! nochmal sorry. und ein herzliches glück auf von katja

  • Reply
    Rosa Rumpetrolls Rike - Leben und Nähen in Norwegen
    8. November 2014 at 10:17

    nachtrag: die MEISTEN kommentieren nicht einmal. das machen die, die sich angesprochen fühlen, oder sowieso schon aktiv sind/sein wollen.
    das problem mit dem uneigennützigen helfen, ist das uneigennützig. gäbe es orden und öffentliche huldigungen dafür, könnten wir uns vor lauter helfern mit offenen herzen, konten, kleiderschränken ect., nicht mehr helfen…

  • Reply
    Frau Anis
    8. November 2014 at 16:01

    Liebe Carolin,
    du sprichst mir aus dem Herzen! Wir müssen wirklich drauf achten, den richtigen Blickwinkel zu behalten bzw. zu bekommen. Aus deutscher Sicht habe ich längst nicht alles und mache mir oft Sorgen. Aber vergleiche ich mich mit den Flüchtlingen aus Syrien (und dem Großteil der Weltbevölkerung), dann lebe ich wie die Made im Speck! Sitzen meine peruanischen Freunde in meiner Küche, dann schäme ich mich fast für meinen Luxus. Ich bin mir sicher, dass ich mit einer halben Million mehr in der Tasche ganz sicher nicht glücklicher wäre. Und nein, geben macht überhaupt nicht ärmer, wer gibt, gewinnt, ganz klar.
    Liebe Grüße, Heike

  • Reply
    nic [luzia pimpinella]
    10. November 2014 at 15:51

    danke für diesen artikel. ein wunderbarer denkanstoß, gerade zum 25jährigen mauerfall und überhaupt und immer.

    liebe grüße
    nic

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